In Los Angeles findet derzeit die „Professional Developers Conference“ (PDC) statt, eines der größten Treffen für Windows-Entwickler aus aller Welt. So viele Entwickler auf einen Haufen: Die ideale Gelegenheit, zum ersten Mal Windows 7 zu zeigen, den offiziellen Nachfolger des ungeliebten Windows Vista. Schon länger ist bekannt, dass das nächste Windows tatsächlich Windows 7 heißen wird. Jetzt haben die Microsoft-Entwickler zum ersten Mal öffentlich gesagt und auch gezeigt, was das nächste Windows nun eigentlich ausmachen soll.

Vorher war immer nur spekuliert worden. Aussage der Chefprogrammierer: Das neue Windows soll vor allem „schneller und übersichtlicher“ werden. Schneller klingt gut, denn als besonders flott kann man Vista leider nicht bezeichnen. Vista ist eher eine Tempobremse.

Microsoft will Windows und Web weiter verzahnen, untrennbar miteinander verbinden. Angeblich soll nach dem Rechnerstart kein Windows-Startbildschirm mehr erscheinen, sondern ein Anmeldebildschirm für Windows Live. Das wird vielen nicht gefallen, denn der Onlinedienst Windows Live ist nicht besoders beliebt.

Gut hingegen ist die Nachricht, dass Windows 7 in punkto Bedienung komfortabler und flexibler werden soll. Der Benutzer kann mehr Einfluss darauf nehmen, wie die Benutzeroberfläche aussieht – und muss seltener als noch unter Vista Rückfragen bestätigen.

Geplant ist eine Markteinführung von Windows 7 für Anfang 2010. Wenn alles gut läuft und klappt, könnte Windows 7 auch schon Ende 2009 ausgeliefert werden, erzählt man sich. Aber das ist alles sowieso nur Theorie.

Interessant ist vielleicht auch noch, dass Microsoft seinem Hauptkonkurrenten Google die Zähne zeigen will: Schon bald soll eine Online-Version des Büropakets Microsoft Office auf den Markt kommen, die nicht mehr auf dem PC installiert, sondern mit dem Browser bedient wird (Internet Explorer, Firefox oder Safari).

Vorteil: Man kann die Software von überall nutzen, mit jedem Betriebssystem. Der Strategiewechsel ist interessant, denn bislang hat Microsoft immer gerne angezweifelt, dass webbasierten Anwendungen die Zukunft gehört. Nun nicht mehr. Natürlich wird es auch weiterhin das klassische Office zum Installieren geben. Jedenfalls erst mal.