Komisch. Viele Webseiten hören mit Punkt-HTML auf. Aber keineswegs alle. Manche enden auch auf „.htm“, andere auf „.phtml“ oder „.shtml“, wieder andere heißen ganz anders und enden auf „.php“, zum Beispiel die meisten Webseiten hier bei uns. Vereinzelt können Datensurfer aber auch Endungen wie „.asp“ oder „.pl“ beobachten. Da stellt sich manch einer die Frage: Was hat das nur zu bedeuten?

Die Endung „.html“ lässt sich zweifellos noch am einfachsten erraten: HTML steht für „Hypertext Markup Language“ und ist sozusagen die offizielle „Sprache“ im World Wide Web. Dahinter verbergen sich Befehle, Anweisungen und Daten, damit der Browser ganz genau weiß, was er tun soll. Er baut anhand dieser Informationen im Computer des Datensurfers eine Webseite zusammen und zeigt sie an. Wer immer schon mal wissen wollte, wie eine Webseite wirklich aussieht: Einfach mal im Menü „Ansicht“ des Browsers die Funktion „Quelltext“ auswählen.

Technisch gesehen ist jede Webseite eine auf dem jeweiligen Server gespeicherte Datei. Die hat einen Namen – und eben auch eine Dateikennung. Ganz genauso wie auf dem eigenen PC.

Gewöhnliche Webseiten werden mit der Endung „.html“ gespeichert. Manche sparen sich das „l“ und hängen nur ein „.htm“ an. Im Grunde dasselbe.

Webseiten, die in HTML programmiert sind, haben aber einen Nachteil: Sie sind statisch. Es verändert sich nichts. Wenn eine Webseite ihren Inhalt an aktuelle Geschehnisse anpassen soll, wenn Daten aus Datenbanken gelesen oder der Datensurfer persönlich angesprochen werden muss, dann braucht es dynamische Webseiten. Das bedeutet: Der Server baut die Webseite jedes Mal neu zusammen. Damit der Server aber weiß, ob er eine statische oder eine dynamische Webseite verschicken soll, muss die Endung anders lauten.

Es gibt verschiedene Methoden, Webseiten dynamisch, also individuell zu gestalten. Techniken und Programmiersprachen, die sich zum Beispiel „PHP“, „Perl“ oder „Server Side Include“ nennen. Damit der Server wiederum weiß, was er genau machen soll, gibt es verschiedene Dateiendungen. Der Programmierer der Webseite legt also fest, auf welche Weise eine Webseite mit dynamischen Inhalten bestückt wird. „.phtml“ und „.php“ ist mehr oder weniger dasselbe, hinter „.pl“ verbergen sich Perl-Programme und hinter „.shtml“ Server-Side-Include-Anweisungen, um nur einige Beispiele zu nennen.

Für den Datensurfer macht all das keinen Unterschied: Was nach dem letzten Punkt steht, ist vollkommen bedeutungslos.