3D-Touch war einst eine der innovativsten Features von iPhones – doch Apple hat diese Technologie mittlerweile komplett eingestellt. Falls ihr noch ein iPhone mit 3D-Touch besitzt, könnt ihr die Empfindlichkeit der druckempfindlichen Berührungen optimal an eure Bedürfnisse anpassen.
Was war 3D-Touch eigentlich?
3D-Touch ermöglichte es, zwischen normalem Antippen und festem Drücken auf dem Display zu unterscheiden. Je nach Druckstärke reagierte das iPhone anders – etwa mit Peek und Pop-Funktionen, Quick Actions oder Live Photos-Animationen. Diese Technologie war in den iPhone-Modellen 6s, 6s Plus, 7, 7 Plus, 8, 8 Plus, X, XS und XS Max verbaut.
Warum Apple 3D-Touch abgeschafft hat
Mit dem iPhone XR führte Apple 2018 erstmals „Haptic Touch“ ein – eine vereinfachte Alternative, die nur auf die Dauer der Berührung reagiert, nicht auf den Druck. Der Grund: 3D-Touch war technisch komplex, teuer in der Herstellung und wurde von vielen Nutzern nicht verstanden oder genutzt. Seit dem iPhone 11 (2019) verzichtet Apple komplett auf 3D-Touch.
3D-Touch richtig einstellen – so geht’s
Falls ihr noch ein iPhone mit 3D-Touch verwendet, könnt ihr die Empfindlichkeit perfekt auf eure Fingerkraft abstimmen. Dazu öffnet ihr zunächst die Einstellungen von iOS. Navigiert dann zu Allgemein > Bedienungshilfen > 3D-Touch (in älteren iOS-Versionen hieß es noch „Barrierefreiheit“).
Ganz oben findet ihr einen Schalter, mit dem sich 3D-Touch komplett deaktivieren lässt. Das kann sinnvoll sein, wenn ihr die Funktion störend findet oder versehentlich auslöst.
Für die Feinabstimmung scrollt ihr weiter nach unten. Dort seht ihr einen Schieberegler mit drei Stufen:
– Leicht: Schon geringer Druck löst 3D-Touch aus
– Mittel: Ausgewogene Einstellung für die meisten Nutzer
– Fest: Kräftiger Druck erforderlich
Der eingebaute Test macht den Unterschied
Apple hat clevererweise ein Testfeld direkt in die Einstellungen integriert. Probiert nach jeder Anpassung sofort aus, wie sich die neue Empfindlichkeit anfühlt. Drückt dazu einfach auf das Testbild – ihr spürt das charakteristische Taptic Engine-Feedback, wenn 3D-Touch ausgelöst wird.
Tipps für die optimale Einstellung
- Kräftige Finger: Wählt „Leicht“, damit ihr nicht zu fest drücken müsst
- Feine Motorik: „Fest“ verhindert versehentliches Auslösen
- Display-Schutzfolie: Kann die Empfindlichkeit beeinträchtigen – eventuell auf „Leicht“ umstellen
- Handschuhe: Im Winter auf maximale Empfindlichkeit stellen
Was 3D-Touch alles konnte
Die Technologie ermöglichte zahlreiche Shortcuts und Funktionen:
– App-Icons: Festes Drücken öffnete Quick Action-Menüs
– Nachrichten: Peek-Vorschau von Inhalten ohne Öffnen
– Live Photos: Animationen durch Druck aktivieren
– Cursor-Steuerung: Tastatur wurde zum Trackpad
– Link-Vorschau: Webseiten-Previews in Safari und anderen Apps
Haptic Touch als Nachfolger
Moderne iPhones nutzen stattdessen Haptic Touch – langes Drücken kombiniert mit haptischem Feedback. Viele 3D-Touch-Funktionen sind erhalten geblieben, funktionieren aber zeitbasiert statt druckbasiert. Das ist einfacher zu verstehen und billiger zu produzieren.
Lohnt sich ein 3D-Touch-iPhone noch?
Für Sammler und Power-User können 3D-Touch-iPhones durchaus interessant sein. Die Technologie war ihrer Zeit voraus und bot einzigartige Interaktionsmöglichkeiten. Allerdings werden diese Geräte nicht mehr mit iOS-Updates versorgt, was Sicherheitsrisiken birgt.
Fazit: Eine innovative Technik mit kurzer Lebensdauer
3D-Touch war zweifellos innovativ, konnte sich aber nicht durchsetzen. Zu komplex für Gelegenheitsnutzer, zu teuer für Apple. Haptic Touch hat sich als praktikablerer Kompromiss erwiesen. Wer noch ein 3D-Touch-iPhone besitzt, sollte die Empfindlichkeit optimal einstellen – es macht den Unterschied zwischen Frust und flüssiger Bedienung.
Zuletzt aktualisiert am 04.04.2026

