Windows hat die schwierige Aufgabe, genau zu wissen, welche Befehle die einzelnen Komponenten des PCs verstehen. Da es Tausende unterschiedlicher Bauteile gibt, käme Microsoft gar nicht hinterher, wollte man Windows beibringen, mit allen Komponenten korrekt umzugehen. Statt dessen wird die Sprache der Komponenten in eigenen Programmen festgehalten, den so genannten Treibern.

Diese zu programmieren ist Aufgabe der jeweiligen Gerätehersteller. So sinnvoll diese Arbeitsteilung zwischen Microsoft und den Geräteherstellern auch ist; sie hat in der Vergangenheit auch häufiger für Probleme gesorgt. Und zwar immer dann, wenn sich die Gerätehersteller nicht genau an die Vorgaben gehalten haben und Treiberprogramme geliefert haben, die Windows oder dem Gerät falsche Angaben lieferten.

Schlimmstenfalls stürzte das komplette Betriebssystem ab, die gefürchteten „Blue Screens“ – ein blauer Bildschirm mit einer ausführlichen Fehlermeldung – mussten viele Windows-Nutzer über sich ergehen lassen.

Ohne Treiberprogramme kann ein Gerät nicht richtig funktionieren. Ein Treiber kann aber auch viel Schaden anrichten, wenn er nicht korrekt programmiert ist. Schlimmstenfalls lässt er den Computer abstürzen und reißt die Daten aller gerade geöffneten Programme mit ins Digital-Nirwana.

Mit Windows XP hat Microsoft einen neuen Kurs eingeschlagen: Gerätehersteller sollen Microsoft jetzt ihre Treiber zur Prüfung vorlegen. Diese werden dann von Microsoft digital signiert – und damit für korrekt erklärt. Bei der Installation eines Gerätes weigert Windows XP sich, unsignierte Treiber ohne weiteres anzunehmen; nur auf ausdrücklichen Wunsch werden diese installiert. Manchmal allerdings geht es gar nicht anders, als einen unsignierten Treiber zu verwenden: Manchen Herstellern ist die Prüfprozedur zu teuer und zu langwierig, für manche Geräte steht Ihnen nur ein älterer Treiber zur Verfügung, der zum Zeitpunkt der Programmierung noch nicht digital signiert werden konnte.