Mit „Pong“ hat alles angefangen, ein von Atari entwickeltes Videospiel, das Anfang der 70er Jahre einen kleinen weißen Punkt auf viele Fernseher zauberte. Ein Punkt, der von zwei schnurgeraden vertikalen Strichen – das sollten die Tennisschläger sein! – hin und her gestupst werden konnte. Tennis als Pixelspaß. Aus heutiger Sicht eigentlich nur niedlich. Man konnte das Spiel allein gegen den Computer spielen – oder zu zweit, wenn beide Spieler mit dem Gamecontroller in der Hand vor der Flimmerkiste sitze.

Videospiele bringen Spaß – bei Groß und Klein

Ein neues Genre war geboten: Das Videospiel fürs Wohnzimmer, die Spielekonsole war erfunden. Prominente wie Pacman, der gefräßige Lachmund im Labyrinth, oder Mario, der sportliche Klempner, der seine Angebetete aus den Fängen eines Gorillas befreien musste, haben der Spielekonsole in den Jahren danach schon Heerscharen von Fans in die Arme getrieben.

Zwar konnten sich die Spiele von damals in punkto Grafik und Sound nicht mal ansatzweise mit den höchst realistisch wirkenden Games von heute vergleichen lassen. Spaß haben sie aber auch schon damals gebracht. Tempo und Action für zu Hause – ein Konzept, das bis heute aufgeht. Allerdings erwarten Konsolenfans heutzutage sehr viel mehr: Die Spiele müssen nicht nur eine Grafik bieten, die sich von realen Aufnahmen nur noch unterscheiden lässt und mit einem Sound, der einen regelrecht in die Sessel drückt – nein, moderne Spiele müssen vor allem auch anspruchsvoll sein, den Spieler fordern. Der Inhalt darf sich nicht wiederholen. Ständig müssen neue Herausforderungen winken.

Von Spielen zu 50 Euro wird einiges erwartet

Es ist sicher nicht leicht, heutzutage ein Spiel-Designer zu sein, den Geschmack des Publikums voraus zu ahnen – und all die technischen Hürden zu meistern, die moderne Spiele so mit sich bringen. Wer zum Beispiel in einem modernen Rennspiel auch nur den geringsten Fehler macht, wird verspottet. Der „echte“ Rennwagen sieht im Detail anders aus? Oder klingt anders, wenn man aufs Gas tritt? Die Rennstrecke hat einen etwas anderen Verlauf? So was lassen sich Fans von heute nicht bieten!

Sie haben auch alles Recht dazu, denn billig sind moderne Konsolenspiele nun wirklich nicht. Für die wirklich gut gemachten muss die Kundschaft locker 50 Euro oder mehr hinblättern. Längst wird mit Computerspielen weltweit mehr Geld verdient als mit Kinofilmen an den Kinokassen. Computerspiele sind ein von vielen immer noch unterschätztes Wirtschafts- und Kulturgut. Viele Spiele kosten in der Herstellung mehr als ein Kinofilm – und werden mindestens so aufwändig produziert, spielen aber auch gerne mal ähnlich viel Geld ein.

Xbox 360: Jugendschutz in der Konsole

Gegen gut gemachte Spiele und etwas Unterhaltung ist nichts zu sagen. Auch mit der Achterbahn zu fahren ist sinnfrei – macht aber Spaß. Es kommt auf das rechte Maß an. Kinder und Jugendliche sollten nicht zu viel vor der Konsole sitzen. Darauf sollten Eltern unbedingt achten. Außerdem sollten sie ein Auge darauf haben, dass keine Spiele ins Laufwerk gelegt werden, die nicht dem Alter der Spieler entsprechen. Denn es gibt doch einige wirklich äußerst brutale Spiele, „Ego Shooter“ wie Quake zum Beispiel, aber auch manche Rennspiele haben nur am Rande etwas mit Autorennen zu tun.

Auch hier sind Eltern gefragt. Sie sollten sich die Spiele anschauen, die ihre Kinder in die Konsole einlegen. Moderne Konsolen wie die Xbox 360 erlauben sogar einen einstellbaren Jugendschutz. Da können die Eltern bequem per Menüs festlegen, welche Alterseinstufung maximal erlaubt ist. Spiele für Kinder ab 16 sind nichts für den 10-Jährigen? Kein Thema – das Spiel läuft dann nicht in der Xbox. Die für Erwachsene erst Recht nicht. Es sei denn, die Eltern sind dabei – und geben das vereinbarte Passwort ein.

Eltern müssen ihre Verantwortung ernst nehmen

So muss das sein. Eltern können sich allerdings nicht aus der Verantwortung ziehen. Sie müssen die Kontrolle behalten – auch bei der Spielekonsole. Übrigens: Der beschriebene Jugendschutz bei der Xbox ist beim PC kaum denkbar. Hier gibt es so gut wie keine Möglichkeit, als Eltern derart bequem und auch konsequent festzulegen, welche Spiele erlaubt und welche verboten sein sollen. Das ist doch durchaus ein Argument für die Konsolen! Auch, wenn es für Konsolen keine gut gemachten Lern- oder Denkspiele gibt. Das bleibt wohl vorerst die Domäne des PCs.

Die Geschichte der Videospiele im 8-Bit-Museum

http://www.8bit-museum.de/