Lehrer und Eltern können jetzt auch Kindern im Grundschulalter leicht und verständlich beibringen, sich im Internet richtig zu verhalten. Dabei hilft ihnen ein von der nordrhein-westfälischen Landesinitiative »secure-it.nrw« und den „Internauten“ entwickelter Leitfaden. Jetzt kostenlos zu bestellen.

In vielen Grundschulen ist „Lernen mit dem Internet“ inzwischen fester Bestandteil des Schulunterrichts. „Damit wächst aber auch die Notwendigkeit, die Schülerinnen und Schüler mit den Chancen und den Risiken neuer Medien vertraut zu machen“, sagt Thomas Faber, Leiter der nordrhein-westfälischen Landesinitiative »secure-it.nrw« bei der Industrie- und Handelskammer Bonn-Rhein/Sieg.

Gemeinsam mit den „Internauten“ (http://www.internauten.de) hat »secure-it.nrw« dafür jetzt die „Internet-Fibel für die Grundschule“ entwickelt. Faber: „Sie soll Schülern helfen, Regeln für das Internet und seine Bereiche kennen zu lernen, ihre Notwendigkeit einzusehen und sie zu befolgen.“

Mit der Broschüre wollen die Akteure auch anlässlich des diesjährigen „Safer Internet Day“ ein Zeichen setzen. Der Aktionstag unter der Schirmherrschaft der EU-Kommissarin Viviane Reding findet am 6. Februar 2007 in mehr als 37 Ländern statt. Er hat zum Ziel, Menschen für mehr Sicherheit im Internet zu mobilisieren.

Mit Informationen, Umsetzungsideen und Unterrichtsmaterialien unterstützt der Leitfaden Lehrer dabei, verschiedene Fragen der Internetsicherheit im Unterricht der Grundschule aufzugreifen. Kindgerecht gestaltete Übungsblätter dienen als Kopiervorlage, um die Themen anhand konkreter Beispiele im Unterricht zu behandeln.

„Medienerziehung ist aber auch eine neue Herausforderung für viele Eltern“, betont Sabine Frank, Geschäftsführerin des Vereins Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) in Berlin. Ihr Tipp: „Die Inhalte der Internet-Fibel sollten daher Mütter und Väter für das Gespräch mit ihren Kindern nutzen.“

Vier Themenblöcke vermitteln Kindern das Basiswissen

1. Sicheres Passwort

Lehrstoff: Passwörter haben die Funktion, private Bereiche im Internet zu schützen („Wie ein Schlüssel, der einen Safe mit eigenen Schätzen verschließt.“) Deshalb teilt man Passwörter nicht mit anderen Personen („Genauso wenig wie eine Zahnbürste.“) und denkt sich ein möglichst sicheres Kennwort aus.

2. Chatten – aber richtig

Wie sich Schüler beim Umgang in Chatrooms richtig verhalten, behandelt das Thema „Sicheres Chatten“. Lernziele: Vorsichtig sein, denn man weiß nie, wer sich hinter einem Nickname tatsächlich verbirgt. Keine persönlichen Daten oder Fotos herausgeben.

3. Von Suchmaschinen und Raubkopien

Schüler erkunden, wie sie vorgehen müssen, um auf eine Suchanfrage brauchbare Treffer zu bekommen. Sie erfahren, dass Websites neben Inhalten und Werbung auch kostenpflichtige Angebote und so genannte Dialer enthalten können. Und sie lernen, dass viele Inhalte im Internet Urheberrechten unterliegen und nicht einfach kopiert werden dürfen.

4. Was gegen Viren und Würmer hilft

Grundschüler erkennen die Wirkungen von Computerschädlingen („Viren stecken wie eine Grippe Dateien und andere PCs an.“) und lernen, wie man sich richtig davor schützt („Antivirenprogramme sind wie ein Arzt, der gegen Krankheiten impft oder den kranken PC heilt.“)

Den Leitfaden können Lehrer und Eltern kostenlos downloaden oder bestellen unter http://www.internauten.de und http://www.secure-it.nrw.de.