Zur Korrektur von über- und unterbelichteten Fotos setzen viele Anwender auf die Schieberegler für Helligkeit und Kontrast. Die Bildkorrektur wird dabei einfach nach dem subjektiven Empfinden sowie dem jeweils eingesetzten Monitor eingestellt. Auf einem anderen Monitor oder im Ausdruck kann das Bild dann plötzlich wieder ganz anders wirken. Profis setzen daher auf das Histogramm bzw. die Tonwertkurve. Damit lässt sich ganz klar erkennen, wo es in Sachen Lichtverteilung bei dem Foto hapert.

Alle Profiprogramme verfügen über eine Histogrammfunktion zur Anzeige der Lichtverteilung des Fotos. Aber auch Gratistools wie Google Picasa sind mit einem Histogramm ausgestattet – wenn auch etwas versteckt. Hier muss zunächst das gewünschte Bild doppelt angeklickt werden. Per Mausklick auf die Schaltfläche mit den drei Farbflächen in der rechten unteren Ecke blendet Picasa das Histogramm des Bildes ein, das die Häufigkeitsverteilung der Tiefen, Mitteltöne und Lichter zeigt. Links ist die Menge der sehr dunklen, rechts die der sehr hellen Bildpunkte angegeben.

Anhand des Histogramms lässt sich leicht erkennen, was beim Fotografieren falsch gemacht wurde. Generell gilt: Zeigt das Histogramm am Anfang und am Ende nur sehr wenige Werte, fehlen helle oder dunkle Partien; das Foto weist dann zu wenig Kontrast auf. Fällt die Kurve am Rand stark ab, ist das Foto meist falsch belichtet. Mithilfe des Histogramms lassen sich jetzt gezieltere Optimierungen vornehmen als mit “blinden” Spielereien an den Schiebereglern. Hierzu einfach in den Bereich “Feinabstimmung” wechseln und mit dem Reglern “Aufhellen”, “Highlights” und “Schatten” gezielt die Histogrammwerte verändern. Optimal ist das Bild belichtet, wenn das Histogramm eine gleichmäßige Lichtverteilung zeigt.

Gratis-Bildverwaltungstool Google Picasa:

http://schieb.de/picasa