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Schicke 3D-Fotowelten: Microsoft Photosynth

29.08.2008 | Von Jörg Schieb

Tipps

Gewöhnliche Fotos haben einen entscheidenden Nachteil: Sie zeigen immer nur einen kleinen Ausschnitt des Ganzen. Manchmal ist das durchaus erwünscht, manchmal aber auch schade, etwa wenn Gebäude abgelichtet werden sollen. Nur guten Fotografen gelingt es, ein Bauwerk wie den Kölner Dom so einzufangen, dass alles gut zu erkennen ist.

Und selbst dann: Die Rückseite, die Ecken, die Details – bleibt auf einem Foto zwangsweise alles unsichtbar. Es gibt im Internet deshalb einige Tricks, um die Nachteile des klassischen Fotos vergessen zu machen. So bieten Panoramafotos zum Beispiel beeindruckende 360-Grad-Ansichten. Der Betrachter kann sich im wahrsten Sinne des Wortes umschauen. Eine Technik, mit der sich Plätze oder Räume mit einer gewissen räumlichen Tiefe präsentieren lassen. Der Betrachter kann seinen Blickwinkel verändern – aber nicht die Position.

Microsoft Photosynth erstellt 3D-Fotoobjekte

Bei Microsoft Photosynth ist genau das anders. Microsofts Ingenieure haben eine wirklich interessante Technik entwickelt, die Fotos eine neue Form von Tiefe verleiht und sich mit nichts vergleichen lässt, was es bisher gegeben hat. Mit wirklich verblüffendem Ergebnis: Microsoft Photosynth macht aus einer Fotoserie im Handumdrehen ein beeindruckendes 3D-Fotoobject. Die Fotos werden wie in einem mehrdimensionalen Panoramabild so geschickt aneinander geklebt oder miteinander verzahnt, dass nahezu eine freie Bewegung im Raum möglich wird.

Photosynths sind Fotos, die man „erforschen“ kann: Der Betrachter kann nicht nur nach Belieben Details heran zoomen, sondern sogar virtuell um Objekte oder Gebäude herum laufen. Das ist natürlich vor allem bei Architekturaufnahmen interessant. In einem Photosynth ist es theoretisch möglich, einmal komplett um ein Objekt herumzulaufen, egal wie groß es ist. Gleichzeitig können Details angeklickt werden.

Der Service ist kostenlos – das Ergebnis beeindruckend

Unter http://www.photosynth.net kann sich jeder leicht davon überzeugen, wie viel Spaß das macht. Mein Tipp: Probieren Sie die Sphinx aus. Hier sind gute 300 Fotos des traditionsreichen Bauwerks so geschickt miteinander verwoben, dass man nicht nur die Inschriften in den Tafeln lesen, sondern auch einmal um die Sphinx herum spazieren kann.

Um sich Photosynths anschauen zu können, muss der Browser (derzeit Internet Explorer und Firefox) um ein Plugin erweitert werden. Mehr ist nicht nötig. Neu ist, dass nun jeder selbst solche Photosynths herstellen kann. Einfach eine Bilderserie vom gewünschten Objekt machen – je mehr, desto besser – und die Bilder bei Photosynth hochladen, den Rest erledigt Microsofts Foto-Software auf dem Server. Ob die Fotos alle an einem Tag aufgenommen wurden oder von mehreren Personen an unterschiedlichen Tagen, spielt für das Ergebnis im Grunde genommen keine Rolle.

Vielseitig einsetzbar

Wer ein Produkt verkaufen möchte, könnte mit Hilfe von Photosynth ein 3D-Obkjekt herstellen und es auf seiner Webseite herzeigen. Besonders gut funktioniert Photosynth auch bei Räumen oder Gebäuden. Auch ein Auto lässt sich als Photosynth sicher besser präsentieren. Es müssen nur genügend gute Fotos gemacht werden, vom Gesamtobjekt, aber auch von wichtigen Details. Den Rest erledigt die Software automatisch.

Die Photosynths werden nicht auf dem eigenen PC gespeichert, sondern auf den Microsoft-Servern. Doch niemand muss seine Besucher auf die Homepage von Microsoft Photosynth verweisen, um ein Photosynth zu präsentieren. Synths lassen sich mühelos auf der eigenen Webseite oder im eigenen Blog einbauen: Einfach auf „Embed“ klicken und den zur Verfügung gestellten HTML-Code per Copy and Paste auf die eigene Webseite übernehmen – fertig. Schon erscheint auf der eigenen Webseite eine kleine Version des 3D-Fotos.

Microsoft ist mit Photosynth wirklich ein ganz großer Wurf gelungen. Die Software funktioniert hervorragend, arbeitet schnell und die erzeugten 3D-Objekte können sich wirklich sehen lassen. Einziger Wermutstropfen: Bislang lassen sich Photosynths nur auf Windows-Rechnern mit Internet Explorer oder Firefox bestaunen, denn nur für diese beiden Browser gibt es derzeit die passenden Plugins. Das soll sich aber bald ändern.




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