Es gibt Computerspiele, die vergisst man einfach nicht – und die gelten zu Recht als Klassiker. Pac Man gehört ohne jeden Zweifel dazu.

Wohl jeder kennt die ein oder andere Variante des Spiels, in dem man einen gelben Kreis durch ein Labyrinth steuern muss und Punkte mampft. Zwischendurch gibt es auch noch ein paar Extras wie Obst, das macht dann für einige Momente richtig stark.

Als Spieler muss man sich nur vor den bösen Geistern hüten, die ebenfalls durchs Labyrinth wandern. Die darf man nicht berühren.

Ach, wie simpel – herrlich simpel! – waren doch früher Computer- und Videospiele.

Ich habe schon viele Varianten des Klassikers gesehen, aber die unter www.pac-txt.com ist wirklich etwas Besonderes. Warum? Weil man hier gar keine Gelbgesichter und Geister herumflitzen sieht. Statt dessen: Textmeldungen. Man steuert seine Spielfigur mit Befehlen wie F für Forward (Vorwärts) oder L und R für Links und Rechts. Einmal Look eingetippt, und das Spiel verrät, wo man sich gerade befindet – und ob Geister in Anmarsch sind.

Pac-Txt ist eine Verbeugung vor den Textabenteuern. Früher, in den Anfangszeiten des C64, waren viele Computerspiele reine Textspiele. Man musste kurze Befehle eingeben und hat das, was man als Spielfigur eigentlich sehen kann, beschrieben bekommen – mangels Speicherplatz oder Grafikfähigkeiten der Computer damals.

pacman-thumbPac-Txt geht genau denselben Weg. Das ist unheimlich beruhigend – und auch ein bisschen rührend, denn natürlich fehlt jeder Zeitdruck. Man kann sich bei jedem Zug so viel Zeit lassen wie man möchte. Aber so war das eben damals, als Computer- und Videospiele noch ohne Grafik ausgekommen sind – und überhaupt das ganze Leben nicht so temporeich war. In der Zeit vor dem Internet.