Die gezielten Angriffe auf Firmencomputer von Google und vielen anderen Firmen im Dezember des vergangenen Jahres sind laut Expertenmeinung ungewöhnlich geschickt und elegant erfolgt. Keine Tat von Hobby-Hackern, sondern ein minutiös geplanter Angriff, der gut versteckt wurde. Deshalb hat es auch relativ lange gedauert, bis bekannt wurde, wie eigentlich der Angriff genau erfolgt ist.

Zuerst war von einer Sicherheitslücke im Adobe PDF Reader die Rede. Nun ist klar: Es wurde auch eine Sicherheitslücke im Internet Explorer ausgenutzt, die bis zu diesem Tag selbst in Fachkreisen unbekannt war, ein „so genannter Zero Day Exploit“. Beim für den Benutzer unbemerkten Nachladen von Schriften (Fonts) werden dem PC Schnüffelprogramme untergejubelt. Google hat die Sicherheitslücke mittlerweile an Microsoft gemeldet. Dort tüftelt man an einer Lösung.

Nun mehren sich die Warnungen vor dem Internet Explorer (IE): Wer Microsofts Browser benutzt, muss derzeit vorsichtig sein, denn die genutzte Sicherheitslücke ist gefährlich: Hacker können über eine ganz normale Webseite, die mit dem Internet Explorer nur einmal angesteuert werden muss, beliebigen Schadcode in den Rechner laden und dann so ziemlich alles mit dem PC anstellen. Microsoft rät daher, den Internet Explorer nur im so genannten „abgesicherten Modus“ zu benutzen und zudem die Sicherheitseinstellung auf „hoch“ zu setzen, nur dann ist die Sicherheitslücke ungefährlich.

Warum auf den Arbeitsrechnern von Google überhaupt der Internet Explorer zum Surfen benutzt wird und nicht Google Chrome, verrät einem niemand – aber interessant ist diese Frage schon, finde ich.

5 Kommentare
  1. Tom
    Tom sagte:

    Wieso soll es interessant sein sich zu fragen warum Google Mitarbeiter auch mit dem IE surfen? Als Internetunternehmen wie Google ist es meiner Meinung nach absolut notwendig und wichtig, dass die eigenen Produkte, und ich gehe mal davon aus, dass die Google Mitarbeiter begeisterte Google-Dienste Nutzer sind, auf möglichst vielfältige Art und Weise getestet werden. Durch die bekanntermaßen flachen Google Hierachien, denke ich, findet eine rege und direkte Kommunikation zwischen einzelnen Teams und Abteilungen statt. So können Fehler kostengünstig und effizient entdeckt und kommuniziert werden. Von daher überrascht mich der Einsatz des IEs unter Google Mitarbeitern überhaupt nicht. Mich wundert viel mehr, dass Herr Schieb eine solche Frage stellt.

  2. Wettig
    Wettig sagte:

    Für Herrn Hammer

    Vorbehaltlich anderer Fakten. Ich verstehe den Text so, daß man den PC, genauer das Betriebsprogramm Windows, im abgesichertem Modus (meist Taste F11 sofort beim Einschalten des PC drücken und auf dem erscheinendem (schwarzem) Registerfeld diese Otion aussuchen), starten muß.
    Ist aber eine unvollkommene Lösung, weil man mitder rapide vereinfachten Darstellung oft nicht mehr klarkommt.
    Aktiviert man den Normalzustand wieder (Systemwiederherstellung) dauert dies ewig lange und man erkennt seinen PC nicht wieder, weil die Wiederherstellung nur den Betriebsprogrammstandard wieder herstellt.
    Sicher ist die Wahl Sicherheitsstufe >Hoch Extra < aufrufen.
    Wenn es geholfen hat ……
    K. Wettig

    NS. ob ein anderer Explorer hilft …….????
    Was verdient man denn an etwas, was man fehlerfrei aus den Händen gibt ???

  3. Karl-Heinz
    Karl-Heinz sagte:

    Hallo, ich traute dem IE noch nie, mein Browser für das Internet ist der Slimbrowser. Mit diesem Browser hatte ich nie Probleme. Mfg Karl-Heinz

  4. Heinz-W. Hammer
    Heinz-W. Hammer sagte:

    Essen, d. 16.01.10

    Sehr geehrter Herr Schieb,
    ich habe lange, aber vergeblich danach gesucht, WIE / WO ich den sog. »abgesicherten Modus« im Internet Explorer 8.0 aktivieren kann.
    Für eine kurze Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.

    MfG

    H.-W. Hammer

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  1. […] Aufregung war groß, als wieder mal eine Sicherheitslücke im Internet Explorer entdeckt wurde. Viele haben vor der Verwendung des Internet Explorer gewarnt, darunter auch das […]

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