Ich habe an dieser Stelle ja schon mehrmals ausführlich beschrieben, wieso ich die Zwangskoppelung von iPhone und T-Mobile unglücklich finde, um es mal ganz vorsichtig auszudrücken. Vor knapp zwei Jahren habe ich trotzdem einen T-Mobile-Vertrag abgeschlossen, nur um an ein iPhone zu kommen – was ein schwerer Fehler war, wie ich später feststellen musste.

Denn als ich dann ein iPhone 3Gs haben wollte, war NIEMAND bei T-Mobile in der Lage, darauf eine vernünftige Antwort zu geben, geschweige, mir eins zu verkaufen. (Ich wollte es nicht geschenkt, ich wollte es nicht gesponsort, ich wollte es nur haben.) Selbst die Pressestelle hat sich tot gestellt. Unfassbar, Dilletantismus pur. So etwas kann sich wohl nur ein Unternehmen leisten, dass Exklusivität bei einem Produkt genießt. Diese Zeiten sind gottlob vorbei.

Wie dem auch sei: Logisch, dass ich den Vertrag zum frühestmöglichen Zeitpunkt gekündigt haben. Im August 2010 läuft mein T-Mobile-Vertrag also nun aus. Ich habe schriftlich gekündigt, per Fax. In dieser Kündigung habe ich ausdrücklich vermerkt, dass ich KEINE Nachfragen wünsche, was der Grund für die Kündigung ist und dass man erst Recht auf Angebote jeder Art, den Vertrag doch zu verlängern, Abstand zu nehmen habe. Eine glasklare Ansage – die T-Mobile aber mehrfach missachtet hat.

Die schriftliche Bestätigung der Kündigung kam schnell. Damit war ich zufrieden. Aber es gab nicht nur eine Nachfrage per E-Mail, ob man denn nicht noch mal reden könne – es gab, gestern, auch einen Anruf. Obwohl ich das ausdrücklich untersagt hatte!! Das ist schon eine besondere Dreistigkeit.

13 Kommentare
  1. schnarchi
    schnarchi sagte:

    Kantaktaufnahme in derlei Fällen ist bei allen Providern leider unabhängig von der Vorgeschichte vorgesehen und nicht abstellbar. Mit diesem kleinen Problem kann man meiner Meinung nach allerdings leben.
    Dass die Telekom das neue Gerät ausschließlich an den Vertrag koppelt ist zwar im Einzelfall ärgerlich, aber deren Recht und übliche Art der Kundenbindung. Das alles ist besser, als ignorierte Einschreiben oder generell Kündigungswünsche…. bei einem Mitbewerber… der jetzt aber verkauft wurde.

  2. marena
    marena sagte:

    Ein iPhone 3Gs, ja das hätte ich gern. Doch T-Mobile ist seit langem für seine ‘Eigenwilligkeiten’ gegenüber Kunden bekannt.
    Da leiste ich mir den ‘Luxus’, nicht dem neuesten Gerät hinterher zu jagen. Kommt Zeit, kommt iPhone 3Gs.

    Was meint denn die Verbraucherzentrale zu dem aufdringlichen Vorgehen?
    Jeder Kunde muss das Recht haben, nicht mit Anfragen oder Werbung behelligt zu werden. Insbesondere, wenn dies ausdrücklich formuliert wurde.

  3. Tobias
    Tobias sagte:

    Das ist doch bei T-Online normal, dass die alle Nase lang nachfragen … die Anrufe werden auch weiter kommen … das interessiert die weniger …

  4. sE
    sE sagte:

    Sie sagen es… es handelt sich um einen der Nachteile wenn, im Rahmen einer Kooperation, Verträge besagen: iPhone im jeweiligen Land ausschließlich gekoppelt mit einem Mobilfunk-Vertrag.
    Kein zwei Jahresvertrag… kein Telefon.
    Das ist das ‘Los’ eines ‘Kaufwilligen’ und des ‘Verkäufers’. In diesem Fall die Telekom… in Amerika AT&T… that’s life.

    Hier bleibt definitiv keine Chance für ‘Alternativen’… nach Ablauf einer Vertragsbindung gibt es Alternativen und neue Möglichkeiten. Diese aufzuzeigen ist ganz klare Option die im Fall einer Vertragskündifung genutzt wird. Allerdings sind mangelnde Information und mangelndes Fingerspitzengefühl nicht nur unentschuldbar sondern… DUMM. Dies betrifft Menschen in sämtlichen Firmen und Organisationen. Vertrieb hat nichts mit ‘vertreiben von Kunden’ sondern mit dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen zu tun. Dies der Belegschaft immer wieder zu verdeutlichen… eine Herausforderung vor der sich jede Firma gestellt sieht.
    Dass dies nicht immer gelingt…. tja, that’s live, weil allzu menschlich.

    Auch der Versuch, das zuvor versäumte mit nachträglichem Aktionismus zu kompensieren, ist wahrlich als ‘dusselig’ zu bezeichnen.

    Was ich jedoch definitiv nicht verstehen kann: Sie als Journalist sollten über die entsprechenden Informationen über die Vertragsbedingungen für den legitimen Kauf eines iPhones in Deutschland kennen. Wieso gehen davon aus, dass diese Bedingungen, die ich, die jeder Interessent einhalten muss, für Sie keine Gültigkeit haben? Erwarten Sie, dass andere Interessenten Ihnen gegenüber benachteiligt werden? Ist es das, was sie hier reklamieren wollen?
    “Ich bin Journalist! Für mich gelten die Regeln nicht! Ich drohe mit Stift und Tastatur und schon gelten bestehende Rechte und Verträge für alle anderen… nur nicht für mich!”

    Herr Schieb, das kann ich mir nicht vorstellen, denn damit würden Sie demonstrieren, dass Sie seriösem Journalismus ebenso fern sind wie die von Ihnen zu Recht kritisierten Mitarbeiter des magenta Riesen von dem, was Sie mit gutem Kundenservice gleichsetzen. … oder? 😉

    in diesem Sinne einen angenehmen und sonnigen Abend 😀

  5. Jörg Schieb
    Jörg Schieb sagte:

    Nochmal: Ich wollte KEIN gesponsortes Handy (3Gs), ich wollte keine wie auch immer geartete Kulanz – ich wollte nur ein iPhone 3Gs. Wenn man nur alle zwei Jahre ein neues Handy kaufen kann bei T-Mobile, ist das ja wohl definitiv ein Nachteil der Bandelpolitik von Apple, oder? Lösungsorientierter Kunde? Was soll man denn noch machen, als zehn Mal nachzufragen, per Telefon, Web und sogar über die Pressestelle (da ich Journalist bin)? Klarer Fall von “Kunde droht mit Auftrag”, nur hat das bei T-Mobile niemanden interessiert. Keine wie auch immer geartete konstruktive Antwort.

    Das ist das eine Kapitel. Das andere ist, dass ich T-Mobile bei meiner Kündigung eindeutig und schriftlich angewiesen habe, keine weiteren Verkaufsgespräche zu führen, sprich: Mich nicht mehr zu kontaktieren. Darauf hat jeder Konsument einen Rechtsanspruch. Gegen diese Anweisung hat T-Mobile verstoßen. Das dokumentiere ich hier.

  6. sE
    sE sagte:

    Ich kann auch das Kernproblem nicht nachvollziehen, denn, ganz ehrlich, das ist nicht die Nachfrage ‘ob man nochmal reden könne’ sondern wohl eher:
    “Ich hab ein iPhone 3G zu meinem abgeschlossenen Vertrag erhalten” (die Telekom hat also den Vertrag erfüllt) “und möchte dann, vor Ablauf der Vertragslaufzeit ein neueres Modell.”
    Meines Wissens, man möge mich gern eines besseren belehren, ist ganz klar geregelt: ‘Neues iPhone ausschließlich mit einem neuen Vertrag… oder nach Ablauf der bisherigen Vertragslaufzeit.’ Ausnahmen gab es, wenn überhaupt, nur dann, wenn ein bestehender ‘normal’ Vertrag fast ausgelaufen war und eine Vertragsverlängerung in einem iPhone Tarif erfolgte. Ok… wenn jemand absolut nicht zur Telekom wechseln möchte mag das bitter sein… allerdings nicht die’Schuld’ der Telekom. … denn Vertrag ist Vertrag, den hat Apple mit der Telekom und die Telekom mit dem Kunden.
    Und mal ganz ehrlich… wenn Sie eine Mietwohnung beziehen und einen Zeitmietvertrag eingehen, erwarten Sie allen ernstes, dass ihr Vermieter ihnen während des Vertrages, einfach weil die Traumwohnung mit Südbalkon, die noch was größer ist, mal eben so vermietet für die Restlaufzeit Ihres befristeten Vertrages? Wohl kaum… warum selbiges vom magenta T erwarten.
    Bei der Anfrage hätte man, als lösungsorientierter und -interessierter Kunde gezielt die Möglichkeit gehabt seinen Unmut zu äußern, Lösungsmöglichkeiten zu suchen, aufzuzeigen oder Kulanzen zu erfragen. In wieweit allerdings das ‘posten’ solcher ‘Unmutsäußerung auf Grund von voller Vertragserfüllung’ sinnvoll und zielführend ist muss jeder Leser/Schreiber selbst beurteilen.

    Ich stehe auf dem Standpunkt, dass überall dort, wo Menschen miteinander kommunizieren, Differenzen nicht ausgeschlossen, diese jedoch im Dialog miteinander, zumindest klär- und lösbar sind. Wenn man tatsächlich daran interessiert ist 🙂 In diesem Sinn: Eine lösungsorientierte Woche!

  7. Markus Schenk
    Markus Schenk sagte:

    ..wenn man schon von vornherein einen Hass auf ein Unternehmen hat:

    Zitat: “um es mal ganz vorsichtig auszudrücken”

    Ist es kein Wunder, wenn man dann nur Fehler im System findet.

    Ich habe jetzt schon seit 10 Jahren super Erfahrung mit T-Mobile gemacht und der IPhone Wechsel aufs 3GS war auch kein Problem.

    Die Kundenkontaktaufnahme kann man Unternehmen schwerlich bis kaum untersagen! Dazu gibt es sogar eindeutige Gerichtliche Entscheide. Die Kontaktaufnahme kann man dann nur durch Vertragskündigung erreichen und dann auch nur nach dem endgültigen Vertragsende. Habe da selber schon Spass mit der Post AG gehabt, die haben mir dann entsprechende Gerichtsurteile zugeschickt.

  8. Jörg Schieb
    Jörg Schieb sagte:

    @einbjoern: “Im System nicht vorgesehen”? Nun, als Konsument hat man jederzeit das Recht, Kontaktaufnahmen, die ausschließlich der Produktvwerbung dienen, zu untersagen, egal ob per Telefon, SMS, E-Mail oder Brief. Das sollte besser im System vorgesehen werden, anderenfalls macht man sich sehr wohl angreifbar.

    Ich habe nicht gesagt, dass ich deswegen zum Anwahl gehe, ich habe nur hier im Blog meine Erfahrungen mit T-Mobile dokumentiert, bis hin zum schmerzhaften Abschieb aus dem Vertrag. 🙂 T-Mobile hat sich leider nicht mit Ruhm bekleckert. Auf mein Bestreben hin, ein iPhone 3Gs während(!) der Vetragslaufzeit zu bekommen, hat kein Mensch reagiert, nicht mal die Pressestelle. Und wenn man den Vertrag kündigt, rührt sich mal was – dann aber, obwohl man es untersagt. Das ist schon was! 🙂

  9. einbjoern
    einbjoern sagte:

    Es als Dreistigkeit zu bezeichnen, dass die Telekom sich nicht daran gehalten hat keine Nachfragen zu stellen, halte ich für übertrieben.
    Das ganze ist im System wahrscheinlich einfach nicht vorgesehen.
    Daher würde ich es vielleicht er ein Versäumnis oder Unzulänglilchkeit nennen.
    Und deshalb gleich zum Anwalt zu gehen wäre jenseits aller Verhältnismäßigkeit.

  10. leibegas
    leibegas sagte:

    Also für mich wäre das dann wohl wirklich ein Grund, sofort einen Anwalt einzuschalten… Damit DÜRFEN die einfach nicht durchkommen!

    Wobei ich sagen muss, dass die anderen Unternehmen nach meiner Erfahrung noch viel schlimmer sind – der Fairness halber.

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