Auch wenn der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe lang und breit über Apple und Steve Jobs schreibt: Ein wichtiger Aspekt ist dabei leider viel zu kurz gekommen: Apple wird immer stärker als Zensor wahrgenommen.

Denn jede Anwendung, jede App, die im AppStore für iPhone oder iPad angeboten werden will, muss zuerst eine strenge Prüfung durchlaufen. Alles, was Apple nicht genehm ist, wird einfach – abgelehnt. Vor allem politische Inhalte und Erotik haben keine Chance. Sogar Karikaturen eines Pulitzerpreistägers haben Apples Sittenwächter jüngst zurückgewiesen. Da musste sich der Firmenchef höchst persönlich einschalten, damit die Karikaturen doch noch im AppStore landen.

Was aber zeigt, wie willkürlich diese Sittenkontrolle ist. Eine Anwendung, mit der das Militär arbeitet, damit Scharfschützen ihr Ziel besser treffen, so etwas hingegen schafft ohne jede Schwierigkeit in den AppStore.

Immer mehr Leute stellen sich daher die Frage, ob Apple hier nicht seine Monopolstellung ausnutzt – und zum Medienwächter mutiert.