Forscher von AVG Technologies haben auf Facebook eine äußerst aggressive, massenhafte Verbreitung von betrügerischen Anwendungen aufgedeckt. Den Beginn der rasanten Ausbreitung stellten die Sicherheitsexperten am Samstag, den 15. Mai fest. Im Zeitraum zwischen Mitternacht und 9:00 Uhr morgens entdeckte und blockierte die Antiviren-Software von AVG mehr als 300.000 dieser „Schurken-Apps“. Dieser außergewöhnlich hohe Wert übertrifft die durchschnittliche Anzahl von Warnungen vor gefälschter Anti-Spyware im gleichen Zeitraum um ein Vielfaches.

Der Witz an der Sache: Die ursprüngliche Applikation war nicht als virale Attacke angelegt. Dennoch wurden allein 200.000 der Angriffe über das Bild einer Blondine im Bikini ausgelöst. Sie sollte den Anwender dazu verlocken, ein werbefinanziertes Programm zum Betrachten zu installieren. Klickte der Nutzer auf die manipulierte Anwendung, wurde der Angriff in Form einer betrügerischen Applikation ausgeführt. Bei der massenhaften Verbreitung, die erstmals letzte Woche in verschiedenen Formen auftrat, schien der Verlauf zunächst schnell abzuebben. Erst zum Wochenende lief der Großangriff los.

„Die Angreifer dachten wohl, wir passen am Wochenende nicht so genau auf. Aber als Malware-Jäger ist man rund um die Uhr gefragt“, erklärt Roger Thompson, Forschungsleiter bei AVG. „Der Angriff zeigt, wie mächtig und gleichzeitig verwundbar die sozialen Netzwerke sind. Überaschend war vor allem das Ausmaß der Attacke. Melden wir eine Bedrohung, ist Facebook sehr responsiv und entfernt die Applikationen sofort. Trotzdem können die Angreifer immer noch sehr große Wirkung erzielen – einfach weil in sozialen Netzwerken Nachrichten so schnell kursieren.“

Die Vorteile von sozialen Netzwerken – sowohl im professionellen als auch im privaten Umfeld – stellt dies nicht in Frage. AVG empfiehlt den Anwendern jedoch, sich wirkungsvoll zu schützen.

Sie sollten immer mit einem Schutz im sozialen Netz unterwegs sein, zum Beispiel mit dem AVG LinkScanner. Dieses kostenlose Tool identifiziert Bedrohungen in Echtzeit und informiert Sie, wenn eine Webseite oder ein Link Malware enthält schon bevor Sie darauf klicken.

Sobald Sie jemand auffordert, ein bestimmtes Tool – etwa zum Anschauen eines Videos – herunterzuladen, sollten die Alarmglocken schrillen. Falls nötig, gehen Sie auf die offizielle Website des Videoplayers und laden die Anwendung dort herunter, nie jedoch über einen angebotenen Link.

Ihre Sicherheitssoftware sollte stets auf dem aktuellen Stand sein. Falls
Sie noch keine Sicherheitssoftware installiert haben, können sie AVG Free
kostenlos herunterladen
.