Leutheusser-Schnarrenberger sagt Abofallen im Web den Kampf an

Sie sind wirklich die Pest im Web: So genannte Abofallen – und das ist noch zu harmlos umschrieben. Die Masche der Abo-Abzocker ist immer dieselbe: Sie lotsen arglose Websurfer auf eine Webseite, auf der man zum Beispiel eigentlich kostenlose Software laden kann – und bringen sie dazu, ein Webformular auszufüllen. Schon ist die Falle zugeschnappt: Die Opfer haben ein Abo abgeschlossen, über zwei Jahre. Meist werden Gebühren von fast 100 Euro pro Jahr fällig.

Tausende von Websurfern tapsen jeden Monat in diese Fallen – und müssen sich dann mit den Anbietern herumärgern. Das will Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger ändern. Sie will eine europaweite Regelung, die Anbieter dazu verpflichtet, die Kosten nicht nur klar und deutlich zu nennen, unübersehbar und nicht nur im Kleingedruckten. „Button-Lösung“ wird das genannt, weil die Verbraucher die Kosten ausdrücklich bestätigen sollen.

Das ist wirklich dringend nötig, denn die Abzocker im Web ziehen nicht nur allzu blauäugige User über den Tisch, sie verunsichern darüber hinaus die meisten Internetbenutzer. Seriöse Anbieter haben das Nachsehen.

1 Kommentar zu „Leutheusser-Schnarrenberger sagt Abofallen im Web den Kampf an“

  1. Henning von Borstell

    Endlich mal etwas Licht in diesem Abzocktunnel, dem der Rechtsstaat bislang eher ohnmächtig gegenübersteht, während umgekehrt die Damen und Herren Abzocker und Inkasso-Haie ihrem miesen Gewerbe unbekümmert nachgehen. Was sind schon Hunderttausende von Warneinträgen im Internet, das schnipsen die Gangster mit maliziösem Lächeln von der Jacke. Uns kann keener …., wissen sie. Nun ja, vielleicht doch irgendwann. Leider wird der angestrebte Europa-Parcours noch viel Zeit verstreichen lassen.

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