Diese Woche hat die Post den so genannten Onlinebrief vorgestellt. Mit dem neuen Service können User rechtsverbindliche E-Mails versenden. So etwas ist auch dringend nötig, denn E-Mails lassen kinderleicht fälschen, ebenso Absenderangaben. Schon allein deswegen sind E-Mails bislang kein rechtsverbindlicher Beleg, etwa für eine Bestellung.

Dabei wäre genau das praktisch, dass man per E-Mail mit Behörden kommunizieren könnte – oder Rechtsgeschäfte tätigt. Das geht aber nur, wenn eindeutig klar ist, dass Absender und Empfänger authentisch sind. Genau deswegen gibt es den Onlinebrief. Allerdings verlangt die Post pro Onlinebrief 55 Cent, soviel wie für einen regulären Brief. Das ist viel zu teuer. Schon stehen alternative Anbieter in den Startlöchern, die denselben Service bieten wollen – zu deutlich geringeren Preisen. Die Post hätte ihren Zeitvorteil sinnvoll nutzen sollen: Ein praktischer Service zu wirklich erschwinglichen Preisen, dann würde der Onlinebrief angenommen.

Der Onlinebrief der Post

1 Antwort
  1. Gilhorn
    Gilhorn sagte:

    Die Post bietet in dem Zusammenhang auch einen Onlinebrief als Einschreiben mit Zustell- und Empfangsbestätigung für den Absender an. Bleibt die Frage, ob im Streitfall die Gerichte diese Empfangsbestätigung ähnlich einem Rückschein beim normalen Einschreiben für empfangsbedürftige Briefe einstufen. Da ist erstmal Vorsicht angebracht.

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