Webcams sind nicht nur in, sie sind auch praktisch. Man kann damit nicht nur Fotos machen oder kleine Videos drehen, sondern vor allem über das Internet Videogespräche führen – von Angesicht zu Angesicht. Deswegen sind viele Notebooks heute serienmäßig mit einer kleinen Kamera ausgestattet, viele PC-Nutzer rüsten ihre Rechner entsprechend auf.

Allerdings macht sich kaum jemand Gedanken über die Sicherheit. Denn wer kann schon so genau sagen, ob die Webcam nicht auch Bilder liefert, wenn wir das gar nicht wollen – etwa weil im Hintergrund ein Schnüffelprogramm aktiv ist? Klingt absurd – ist aber möglich. Forscher vom Fraunhofer Institut für sichere Informationstechnologie in Darmstadt haben jetzt den Beweis geliefert. Sie haben ein winziges Programm geschrieben, das die weit verbreitete Technologie Flash benutzt, um Kontrolle über die Webcam zu erlangen. Die Forscher konnten auf einem entsprechend präparierten Rechner die Kamera nach Belieben ein- und ausschalten und die Videobilder aus der Ferne verfolgen. Ton inklusive, denn auch das Mikrofon wurde gleich mitgekapert.

Eine ernsthafte Sicherheitslücke in Adobe Flash, die der Hersteller schnellstmöglich stopfen sollte.

1 Antwort
  1. McGeeker
    McGeeker sagte:

    Die Notebookhersteller sollten definitiv auch etwas unternehmen… wenn die Lampe angeht ist es ja logischerweise schon zu spät Was das Micro betrifft stell ich mir das bei infizierten Firmenrechnern richtig problematisch vor… für die Webcam gibt es diverse Schutzmechanismen. Eine davon ist http://www.webcamcover.de VG

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