Heute schon einkaufen gewesen? Auf den bunten Verpackungen der Lebensmittel steht ja alles Mögliche. Gesund soll es sein, garantiert nicht dick machen – und natürlich richtig gut schmecken. Dabei wissen wir längst, dass das oft genug gemogelt ist. Aber wo erfährt man eigentlich, was wirklich drin ist in den Lebensmitteln? Oder was die merkwürdigen Ziffernfolgen bedeuten, die auf Eiern eingeprägt sind? Solche Fragen lassen sich im Internet beantworten.

Was ist wirklich dran an den vollmundigen Behauptungen der Lebensmittelhersteller, was gehört eher in die Kategorie Verbrauchertäuschung? Unter www.abgespeist.de nimmt Foodwatch Produkte aus dem Supermarktregal kritisch unter die Lupe und deckt dabei einiges auf – von optischen Tricks bis hin zu Inhaltsschwindel und dickdreisten Lügen.

Die Webseite zeigt die konkreten Produkte und kennzeichnet problematische Aussagen auf Etikett oder Verpackung mit einem Kreis. Auf Mausklick erscheinen mehr Hintergrundinfos, etwa wenn Angaben nicht stimmen oder widersprüchlich sind. Foodwatch zeigt außerdem, dass Verbraucher nicht alles schlucken müssen. Bei Mitmachaktionen wie Beschwerde-E-Mails kann jeder aktiv werden gegen Konsumententäuschung. Dazu gehört auch die Wahl der dreistesten Werbelüge, alljährlich abgestraft mit dem „goldenen Windbeutel“. Wer auf einen neuen Zucker-Zombie, faulen Fruchtzauber oder eine teure Tüte voller Dampf stößt, kann diesen Fall für die Mogel-Liste von abgespeist.de vorschlagen.

Was ist in den Lebensmitteln eigentlich genau drin?

Was ist eigentlich alles in Lebensmitteln drin? Wie viel Eiweiß, Zucker, Kohlenhydrate, Fett… Sowas will man ja wissen. Erfährt man aber leider oft nicht, da viele Hersteller die Angaben auf ihren Verpackungen verschweigen. Genau das will www.das-ist-drin.de ändern. Ein klasse gemachtes Portal, das über Inhalts- und Zusatzstoffe informiert. Und das nicht abstrakt, sondern äußerst konkret: Getränke. Nudeln. Brot. Süßigkeiten. Es ist schon eine ganze Menge in den Datenbanken gespeichert. Toll: Die Webseite zeigt genau, was in ganz konkreten Lebensmitteln steckt – und wie viel vom Tagesbedarf damit gedeckt wird. Für einige Produkte gibt es sogar schon die umstrittene Ampel, wie man sie in England kennt. Klasse Seite.

Wer nur wissen will, was die kryptischen Codes auf dem Ei zu bedeuten haben, erfährt es unter www.was-steht-auf-dem-ei.de ganz konkret. Eine „0“ am Anfang bedeutet: Biohaltung, „1“ Freilandhaltung, „2“ Bodenhaltung und „3“ Käfighaltung. Danach kommt der Landescode – also „DE“ für Deutschland z.B. oder Spanien, Griechenland etc. und ein Code des Legebetriebs. Auf der Webseite kann man den Code eingeben und erfährt tatsächlich, wo das Ei herkommt. Bei einigen Betrieben gibt es sogar Fotos von Legebetrieb, Stall und Hühnern. Das kann helfen sich klarer darüber zu werden, welche Arten von Legebetrieben es gibt.

Welthungerhilfe als Videospiel

Das World Food Programme (WFP) der UN hat ein gelungenes, englischsprachiges Computerspiel entwickeln lassen, das dem Spieler die vielseitige Arbeit der Entwicklungshelfer näherbringt. Unter www.wfp.org kann das Spiel Food Force kostenlos geladen werden.

Die Spieler müssen sechs unterschiedliche Missionen bewältigen, um den Hungernden im erfundenen Bürgerkriegsgebiet Sheylan im Indischen Ozean zu helfen. In den Missionen geht es darum, Flüchtingstreks zu finden und zu zählen, nahrhafte Nahrung für nur 30 Cent zusammenzustellen, Hilfspakete aus dem Flugzeug in den dafür vorgesehen Korridoren abzuwerfen, weltweit und möglichst billig Hilfsmittel für die nächsten 6 Monate einzukaufen, Nahrung in LKWs zu Flüchtlingslagern zu bringen und einer Stadt durch geschickte Verteilung von Hilfsmitteln langfristig auf die Beine zu helfen. Interessanter als die Missionen selbst sind die einweisenden Videos, die die Probleme genau in englischer Sprache beschreiben.

Food Force ist für Windows und Macintosh kostenlos erhältlich und kann nach der Installation problemlos weitergegeben werden.