Den World Wide Fund For Nature (WWF) kennt man: Die Organisation setzt sich für den Naturschutz ein, für klimafreundliche Politik, für die Umwelt. Nun gibt es sogar ein eigenes Dateiformat .WWF – ein Coup, den sich die PR-Agentur Jung von Matt ausgedacht hat. Mit einem kostenlos erhältlichen Programm können Computerbenutzer aus jeden beliebigen Dokument eine .wwf-Datei erstellen.

Die Besonderheit: .wwf-Dokumente lassen sich nicht drucken, sie schonen also die Ressourcen, weil kein Papier verbraucht wird. Technisch gesehen ist das .wwf-Format nichts anderes als ein geschütztes PDF-Dokument, das nur nach Eingabe eines Passworts gedruckt werden kann. Da das Passwort aber nicht verraten wird, kann das Dokument gar nicht gedruckt werden.

Was genau im Hintergrund passiert, wenn aus einem PDF ein WWF gemacht wird, ist derzeit noch unklar. Allerdings stellt die Software beim Erstellen des .wwf-Dokuments offensichtlich eine Verbindung zum WWF-Server her und fügt jedem .wwf-Dokument zusätzliche Informationsseite hinzu. Eine unschöne Sitte, die vielen nicht gefallen wird, denn wer möchte schon, dass vertrauliche Dokumente über einen fremden Server laufen?

Und noch was ist hinderlich: Derzeit gibt es die nötige Software zum Erstellen der .wwf-Dokumente nur für Mac OS X, eine Version für Windows in Vorbereitung. Andere Betriebssysteme werden erwähnt, aber derzeit nicht ernsthaft unterstützt. Die Software gibt es unter saveaswwf.com.

3 Kommentare
  1. Weltverbesserer sagte:

    Ich habe die WWF-PDF unter XP-SP3 laufen und es ist toll, dass nicht jeder Mist jetzt ausgedruckt wird.
    Aushebeln kann man das System aber trotzdem – indem man den Hardcopy-Drucker verwendet.
    Ich finde es aber nicht schlecht, dass man einigen Leuten täglich ein bisschen Umweltbewusstsein vor Augen (letzte Seite)führt.

  2. Wunderer sagte:

    Jetzt warte ich nur noch auf den PKW, der niemals anspringt, weil der Anlasser nicht eingebaut wurde. Bestimmt würde man damit den Preis für das umweltfreundlichste Automobil gewinnen. — Geht es eigentlich noch blöder?

  3. Gilhorn sagte:

    Ich gehe mal davon aus, dass jeder selbst entscheiden kann, ob er ein Dokument als Papier vorliegen haben muss oder nicht. Sinnvoll wäre die Sache aber schon für Leute, die sich ihre Mails zum Lesen ausdrucken oder ausdrucken lassen. Die sind allerdings recht selten.

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