Durch die Veröffentlichung von brisanten Militärvideos und gehei-men Dokumenten aus den Kriegen in Irak und Afghanistan ist Wikileaks bekannt geworden. Kein Wunder, dass das Militär nicht gut auf das Enthüllungsportal zu sprechen ist. Die US-Luftwaffe geht einen etwas ungewöhnlichen Weg, damit umzugehen: AirForce-Mitarbeiter können ab sofort nicht mehr auf Wikileaks zugreifen. Die Verantwortlichen haben den Zugang zum Portal kurzerhand gesperrt.

Aber die US-Luftwaffe blockiert nicht nur die Webseite von Wikileaks selbst, sondern auch die Infoseiten einiger Nachrichtenagenturen, Zeitungen und Zeitschriften, die eng mit Wikileaks zusammen arbeiten. Ab sofort lassen sich die Onlineseiten von New York Times, Guardian, Le Monde oder Spiegel von PCs der US-Luftwaffe nicht mehr erreichen. Die Seiten sind gesperrt. Komplett.

Ich könnte ja noch verstehen, wenn das Hochladen von Dokumenten bei Wikileaks unterbunden würde. Dafür hätte zweifellos jeder Verständnis. Aber komplette Nachrichtenportale sperren? Das ist ganz klar Medienzensur am Arbeitsplatz. Eine doch etwas rohe, ungehobelte Art, mit dem Thema umzugehen – und einer westlichen Demokratie eigentlich unwürdig.

2 Kommentare
  1. Jörg Schieb
    Jörg Schieb sagte:

    @bruno: es werden aber auch news portale gesperrt! das ist eindeutig zensur, der vergleich mit pornoanbietern ist albern. wikileaks ist nicht kriminell, nicht mal ungesetzlich, sonst würde ja etwas dagegen unternommen. 🙂

  2. Bruno
    Bruno sagte:

    Brauchen Air Force Mitarbeiter für die Erfüllung ihrer Dienstpflichten Infos von Wikileaks? Ich glaube, genauso wenig, wie ein deutscher Arbeitnehmer während seiner Arbeitszeit Informationen von Pornoportalen benötigt.

    Ist das dann auch Medienzensur, wenn ein Arbeitgeber den Zugriff auf solche Seiten unterbindet?

    So ganz nebenbei.
    Von einer Seite wie dieser erwarte ich nützliche Tipps für den Bereich PC.

    Die Kommentare zu in meinen Augen kriminellen Handlungen erwarte ich hier nicht unbedingt.

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