Die schwierige Lage in Japans Atomkraftwerken lässt die Menschen umdenken. Atomkraft ist offensichtlich doch nicht so sicher, wie immer behauptet wurde – zumindest aber das so genante „Restrisiko“ deutlich größer als gedacht.

Aber wie viele Atomkraftwerke gibt es eigentlich? In Deutschland sind es derzeit 17, das hat sich allgemein rumgesprochen. Wie viele AKWs in den Nachbarländern stehen, wie viele neue gebaut werden und wo der Atommüll landet, so etwas weiß man nicht.

Auf der Webseite Nuclear Waste Riddle lässt sich so etwas nachschlagen. Hier erfährt man beispielsweise, dass unser Nachbar Frankreich derzeit 58 Atomkraftwerke in Betrieb hat. Eins wird gerade neu gebaut – und 14 sind für die Stillegung vorgesehen. Deutschland ist umgeben von Atomkraftwerken.

Verantwortlich für die Webseite sind die Grünen im Europäischen Parlament. Darum liegt der Schwerpunkt der Webseite auf den Staaten der EU – es gibt aber auch Zahlen über andere Länder wie USA oder Russland.

Es wäre zweifellos schön, wenn das Angebot ausgebaut würde, noch andere Länder berücksichtigt würden. Jedenfalls macht die Webseite deutlich, welche ungeheuren Mengen an Atommüll überall auf der Welt anfallen. Eine Studie über den „Umgang mit radioaktiven Abfällen in der Europäischen Union“ gibt es ebenfalls – zum Download.

2 Kommentare
  1. Thomas
    Thomas sagte:

    Treffen sich zwei Planeten.
    Sagt der eine: „Du siehst aber schlimm aus, was hast du denn?“
    Antwort: „Ach hör´ bloß auf, ich habe ´Homo sapiens`!“
    Darauf der erste: „Das kenne ich, das hatte ich auch mal, das geht vorbei!“ :-/

    Übrigens bedeutet ´Homo sapiens` lat. einsichtsfähiger, weiser Mensch!
    Sollte das stimmen?

    Ich denke mal, wir könnten das Problem ziemlich schnell lösen, wenn alle AKWs weltweit auf einmal ausgeschaltet werden!
    (Kühlung ausschalten nicht vergessen!) Der Rest erleditgt sich von alleine. 🙁

  2. P. Gebele
    P. Gebele sagte:

    …auf den Punkt gebracht lieber Herr Schieb, heißt das nichts anderes, als das das Restrisiko ein menschliches Risiko ist, weil es in jedem AKW Unterlagen gibt, die gefälscht wurden und oder nicht rechtzeitig an die Atomaufsichtsbehörde (AAB) ging. Die japanische Atomkraftbetreiber Tebco ist so korrupt, das es keine Steigerung mehr gibt. Zahlreiche gefläschte Dokumente waren in der Vergangeheit aufgetaucht, und man hatte auch das gesamte Management schon ausgewechselt. Also, warum gibt es soetwas? wahrscheinlich um irgendwo Geld zu sparen und Dinge nicht an die Öffentlichkeit gelangen zu lassen. Das passiert in jedem AKW, und deshalb bedeutet nur dies das Restrisiko. Ein AKW ist nur dann sicher, wenn auch der oder die Betreiber loyal sind, und keine Geheimnisse gegenüber der Regierung und der AAB hat. Sobald Korruption stattfindet, ist es vorbei, mit der Wahrheit von evtl. Störungen bzw. deren Vorkommnissen. Es muss also kein neueres AKW abgeschalten werden, sondern jedes AKW muß von einer unabhängigen und unbeeinflussbrane AKW-Aufsicht Tag für Tag überwacht werden. Nicht dem Betreiber obliegen dann die maßgebenden Entscheidungen, sondern der Aufsicht, die nichts mit dem Betreiber gemein hat. Nur so, kann man Korruption etwas mehr eindämmen und Sicherheit für die Bevölkerung schaffen. LGe

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