Wie groß muss eigentlich die Verzweiflung der Musikindustrie sein? Da geht ein großer Vertriebspartner wie Amazon her und denkt sich etwas durchaus Schickes aus, einen neuen Service, der mehr Spaß an Musik bringen kann – und die Musikindustrie legt dem Onlineshop Steine in den Weg.

Konkret: Seit einigen Tagen kann jeder bei Amazon kostenlos 2 GByte Online-Speicherplatz bekommen. Amazon Cloud Drive, nennt sich das, eine Art Online-Festplatte, auf der man alles Mögliche speichern kann: Dokumente, Fotos, aber auch Musik. Ja: Musik. Gekaufte Musik. Musik, die einem gehört. Und wenn man bei Amazon MP3-Musik kauft, legal, landet sie auf Wunsch automatisch auf dieser neuen Online-Festplatte. Vorteil: Man kann von überall darauf zugreifen, die Musik überall hören.

Und was sagt die Musikindustrie dazu? Die meckert, und zwar lauthalt. Sie will ernsthaft Lizenzen kassieren. Da frage nicht nur ich mich: Lizenzen wofür? Dafür, dass man legal erworbene Musik speichert? Was macht es für einen Unterschied, ob man seine Musik auf der Festplatte, auf einem USB-Stick, in einem MP3-Player – oder eben auf einer Online-Festplatte speichert? Eben! Keinen! Deshalb ist diese Forderung – na ja, etwas verrückt.

1 Antwort
  1. stef
    stef sagte:

    Mal ehrlich, hat die Musikindustrie nicht bisher schon jedem Steine in den Weg gelegt, der irgendwas plante oder gemacht hat, was ihnen nicht passt!?
    Auch dieser Zug wird abfahren und es geht weiter, mit oder ohne Industrie.

    Für mich habe ich leider entschieden, aktuell Amazons Angebot nicht nutzen zu können. Mal sehen wann es auch mit iTunes & Co. klappt.

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