Bezahlen im Internet ist Vertrauenssache – und da ist es schon blöd, wenn ein Anbieter das Vertrauen missbraucht oder enttäuscht. Genau das ist beim Bezahlsystem sofortüberweisung.de der Fall. Hier können Internetbenutzer in über 17.000 Onlineshops bezahlen, indem sie direkt von ihrem Konto etwas überweisen. Online, wie beim Homebanking – aber eben nicht auf der Webseite der eigenen Bank, sondern direkt aus dem Onlineshop heraus.

Sofortüberweisung.de präsentiert zwar stolz seine TÜV-Gütesiegel auf der Webseite. Doch Datenschützer beklagen nun: Der Bezahldienst schnüffelt mehr als nötig. Aktueller Kontostand, Umsätze der letzten 30 Tage, Höhe des Dispokredits, ausstehende Überweisungen: sofortüberweisung.de fragt eine Menge Daten bei der Hausbank ab, ohne die Benutzer darüber konkret zu informieren.

Das ist zwar kein Sicherheitsrisiko, aber doch auf jeden Fall nicht gerade vertrauensbildend, wenn Daten abgerufen und verarbeitet werden, ohne den Benutzer zu informieren. Datenschützer kritisieren das Vorgehen deswegen völlig zu Recht.
Sofortüberweisung.de sollte nicht nur seine Datenschutzbestimmungen klarer formulieren, sondern auch auf das Auslesen dieser Informationen verzichten, denn sie gehen den Zahldienst schlichtweg nichts an.

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