CCC mag OpenLeaks nicht

Im Vorfeld waren die meisten von der Idee begeistert, eine Alternative zu Wikileaks auf die Beine zu stellen, die noch offener ist und mehr Sicherheit bietet. OpenLeaks sollte letzte Woche starten. Medienpartner wie die TAZ sollten die Möglichkeit haben, mit OpenLeaks eigene Portale für Whistleblower auf die Beine zu stellen. Es stecken wirklich gute Ideen drin, in OpenLeaks.

Doch nun wollen ausgerechnet die Leute, von denen man am ehesten erwarten würde, dass sie Feuer und Flamme für OpenLeaks sind, mit der neuen Plattform nichts zu tun haben. Und das ist in einer Person begründet: Daniel Domscheit-Berg. Der frühere deutsche „Sprecher“ von Wikileaks hatte sich vor einigen Monaten von Wikileaks gelöst und ein neues Projekt angekündigt. Das ist mit OpenLeaks auch gekommen. Doch nun hat Domscheit-Berg versucht, den Chaos Computer Club (CCC) für das Projekt zu vereinnahmen, hat den Eindruck erweckt, als hätten die Fachleute bei ihrem jüngsten Treffen OpenLeaks auf Herz und Nieren geprüft – was sich gut anhört, aber nicht stimmt.

Darüber sind viele CCC-Mitglieder derart sauer, dass sie nun nicht nur gegen Domscheit-Berg schießen, sondern auch gegen sein Projekt. Mittlerweile weiß die ganze Welt: Der CCC hat OpenLeaks weder offiziell getestet, noch gibt es ein CCC-Approved-Gütesiegel, noch ist man auch nur über die Idee erfreut.

Ich finde: Verständlich. So etwas muss man im Vorfeld absprechen, sonst geht es nach hinten los, wie man an diesem Beispiel eindrucksvoll sehen kann.

http://www.openleaks.org

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