Computer- und Videospiele sind in. Die Zeiten, in denen nur verpickelte Teenager gedaddelt haben, sind längst vorbei. Mittlerweile spielt jeder dritte Deutsche regelmäßig Computerspiele, die meisten sogar täglich.

Das weckt natürlich das Interesse der Werbeindustrie: Hier lässt sich eine breite Zielgruppe erreichen. Deswegen enthalten immer mehr Spiele Werbung, In-Game-Werbung nennen das die Experten. Überraschenderweise empfinden die meisten solche Reklame nicht als störend. Die Reklame ist auf Trikots, Wänden oder Flächen angebracht – und kann während des Spiels gesehen werden. In-Game-Werbung unterbricht nicht den Spielfluss. Viele Spieler finden das sogar authentisch.

Das jedenfalls ist das Ergebnis einer Studie der Landesanstalt für Medien NRW. Die Studie belegt auch: Kinder im Alter bis zu elf Jahren haben oftmals erhebliche Defizite in der Werbekompetenz. Sie haben Probleme, In-Game-Werbung als Werbung zu erkennen, zeigen sich empfänglich für In-Game-Werbung und nehmen sie insgesamt positiv auf. Ältere Kinder durchschauen das alles dann schon eher, erkennen Werbung als Werbung.

Es könnte deshalb eine gute Idee sein, wenn In-Game-Werbung gekennzeichnet werden muss. Dann weiß der Spieler wenigstens, wer Geld bezahlt hat, um im Spiel aufzutauchen. Mir würde so viel Transparenz gut gefallen.