Ab sofort gibt es hier jede Woche „Update“, den wöchentlichen Videoblog, den ich für den ARD Ratgeber Internet mache.

Mark Zuckerbergs, Gründer und Chef von Facebook, hat sich ein Ziel gesetzt: Er will alles über uns wissen und alles speichern. Jede Aktivität, jede Joggingstrecke, jedes Foto, jedes Video, jeden Kommentar, jeden Restaurantbesuch, jeden Einkauf, jede angeschaute Fernsehserie, jeden Film, jede jemals angehört Musik – landet künftig alles bei Facebook. Wir sollen mitbekommen, welche Musik die eigenen Freunde gerade hören – und bei Interesse gleichzeitig dieselbe Musik anhören können. Oder denselben Film gucken. Oder dieselbe Fernsehserie.

Ich weiß, was Du seit Deiner Geburt getan hast- dieses Motto könnte Wirklichkeit werden, zumindest wenn die Facebook-User mitmachen. Facebook sollen künftig noch mehr Daten in die Hände gespielt werden als bislang. Apps und Smartphones sollen Facebook noch intensiver mit Infos versorgen. Das hat sogar einen gewissen Reiz. Für einen selbst zum Beispiel, wenn man die Urlaubsfotos von vor fünf Jahren anschauen möchte, ohne den Ordner im Keller suchen zu müssen. Oder wenn man den Namen des Restaurants nachgucken will, wo man vor einem Jahr so lecker essen war. Oder, oder, oder…

Datenschützern hingegen dürfte angesichts dieser Aussichten der Atem stocken. Denn die neuen Pläne von Facebook sind natürlich der Albtraum für jeden, der Sorge hat, dass zu viele Daten gesammelt und gespeichert werden, für jeden, der für Datensparsamkeit plädiert. Zuckerbergs Pläne sind das genaue Gegenteil. Er will die totale Datensammlung. Facebook will alles wissen.

Aber auch Google hat diese Woche etwas Neues zu verkünden: Google+ ist jetzt für alle offen. Jeder kann sich registrieren, auch ohne Einladung – die war bislang nötig. Jetzt nicht mehr.