Du fährst weg? Dann bring mir doch was mit…

Wer ins Ausland reist, ist oft ganz schön begehrt: Kannst Du mir dies mitbringen, kannst Du mir das mitbringen? Plötzlich hat man ganz viele Freunde und am letzten Urlaubstags die Taschen voll. Der Grund ist klar: Manche Sachen gibt es eben nur im Ausland – oder dort deutlich günstiger.

Mit dem neuen Portal www.bringwasmit.de gibt es jetzt eine Art Treffpunkt für alle, die jemanden suchen, der etwas aus dem Ausland mitbringt: Eine Markenjeans, ein Elektrogerät, einen schicken Mantel, ein seltenes Sportgerät… Wer umgekehrt regelmäßig ins Ausland fährt und anderen gerne etwas mitbringen möchte, kann hier ebenfalls vorbei schauen. Genau das ist der Sinn von bringwasmit.de: Menschen zusammenzubringen, die was brauchen und die was mitbringen wollen.

Wer sich etwas aus dem Ausland mitbringen lassen möchte, muss wissen, was er braucht und in welchem Land es die Sachen gibt. Über sich Suchfunktion auf bringwasmit.de lassen sich bequem Leute finden, die bereit sind, etwas mitzubringen. Dazu den gesuchten Artikel in der Suchmaschine eingeben, schon erscheinen passende Reisende, die sich bereit erklärt haben. Hier erfährt man dann auch, wann die jeweilige Person verreist, wie man die Übergabe regelt und vieles andere mehr. Eine Onlinekarte zeigt die ungefähren Standorte der Reisenden. Auf diese Weise findet man heraus, wer in der Nähe wohnt, was die spätere Übergabe erleichtert. Die entsprechenden Personen lassen sich über das Portal kontaktieren.

Wer sich Sachen aus dem Ausland mitbringen lassen will, hat eine Menge Vorteile. Man kann sich auch Sachen mitbringen lassen, die man nicht mal im Internet bestellen kann – oder nur sehr schwer. Man spart hohe Versandkosten und Zollgebühren, wenn es dem Mitbringer gelingt, die Sachen als Eigenbedarf zu deklarieren und durch den Zoll zu bekommen.

Das ist allerdings nicht ohne Risiko: Fünf iPhones aus den USA mitbringen und das als Eigenbedarf oder Geschenk deklarieren? Das wird nicht gelingen. Wer es trotzdem versucht und erwischt wird, muss nicht nur Zoll zahlen, sondern auch eine Strafe in Kauf nehmen.
Wer für andere etwas mitbringt, hat einigen Aufwand. Die Reisenden müssen im Ausland in spezielle Geschäfte gehen, möglicherweise Geld vorstrecken, die Sachen im Gepäck verstauen, transportieren, zu Hause angekommen auspacken und zustellen oder übergeben. Das ist definitiv Aufwand – und das muss auch bezahlt oder entschädigt werden. Wie viel man dafür haben will und wie viel man dafür zu bezahlen bereit ist, die Höhe der Aufwandsentschädigung also, das regeln Auftraggeber und Auftragnehmer untereinander aus, denn verallgemeinern lässt sich weder der Aufwand, noch was dieser Aufwand kosten darf – und man sich kosten lässt.

Die Aufwandsentschädigung ist in der Regel eher moderat, es muss auch nicht unbedingt Geld sein, man kann sich zum Dank auch gegenseitig zum Essen einladen und vieles andere mehr. Der soziale Aspekt dominiert: Anderen helfen – und ein bisschen die Reisekasse aufbessern.
Die Nutzung der Plattform selbst ist kostenlos. Das Anlegen von Reisen und Wunschartikeln und die Suche danach dienen dem Zusammenbringen von Menschen, die etwas haben wollen und denen, die es mitbringen können. Nachdem sich Reisender und Interessent auf einen Gesamtpreis (Kaufpreis und Aufwandsentschädigung) geeinigt haben, wird für die erfolgreiche Vermittlung eine Provision berechnet. Diese Provision in Höhe von 10% des Preises wird von dem Interessenten gezahlt, der den Artikel mitgebracht haben möchte. Der Reisende zahlt keine Gebühren an BringWasMit.

Das Portal ist gerade erst gestartet. Noch ist nicht besonders viel los hier.

Für andere etwas mitzubringen ist dann legal, wenn man das aus privaten Gründen macht, also nicht gewerblich, und wenn man die Freimengen kennt – und nicht überschreitet. Wer also reist und für andere Sachen mitbringt, ist immer gut beraten, sich vorher über die jeweiligen Freimengen zu informieren. Man handelt für den Zoll dann privat und kann die Freigrenzen ausschöpfen, wenn man nicht gewerblich handelt oder durch das Mitbringen der Sachen seinen Lebensunterhalt verdient. Dann ist eine ordnungsgemäße Verzollung erforderlich, was das Mitbringen natürlich teurer und weniger attraktiv.

Auf der Internetseite des Zolls sind wichtige Hinweise zu den Reisefreimengen aufgelistet. Es lohnt sich, da mal vorbei zu schauen. Wer sich für das Mitbringen der Waren bezahlen lässt, jedenfalls offiziell, der muss grundsätzlich die mitgebrachten Warten verzollen. Lässt sich aber natürlich schwer kontrollieren. Aber grundsätzlich ist es deshalb besser, sich zum Dank zum Essen einladen zu lassen oder vergleichbares.

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