Smartphones werden immer beliebter: Jedes dritte verkaufte Handy ist mittlerweile bereits ein „schlaues“ Handy, ein Smartphone. Hier können Apps geladen werden, für jeden Zweck. Auf der einen Seite eine gute Sache, so kannman sich ein individuelles Handy zusammenstellen. Auf der anderen Seite aber auch nicht ganz gefahrlos, denn was die Apps so machen – im Zweifel weiß man das nicht.

In den vergangenen Wochen ist bekannt geworden, dass mehrere Dutzend Apps ungefragt Adressen aus dem Smartphone auslesen zum Server der Entwickler schicken. Jetzt soll dem ungenierten Datenmissbrauch ein Riegel vorgeschoben werden. Diesmal hat sich kein deutscher Datenschützer um das Thema gekümmert, sondern eine amerikanische Staatsanwältin.

Datenschutz – für viele amerikanische Unternehmen bislang eher ein Fremdwort. Aber das soll sich jetzt ändern: Eine US-Staatsanwältin hat sechs große US-Firmen, darunter Apple, Google und Microsoft dazu gebracht, eine Vereinbarung zu unterschreiben, die künftig deutlich mehr Datenschutz bedeutet. Zumindest, wenn wir Apps benutzen.

Die Unternehmen verpflichten sich, die im Smartphone gespeicherten Daten besser zu schützen. Ungefragtes Auslesen und Kopieren von Adressen beispielsweise wird dann nicht mehr erlaubt sein. Die Konzerne verpflichten sich, jede App, die sie im App-Store anbieten, auf Einhalten der Datenschutzstandards zu überprüfen. Der Benutzer muss nicht nur aufgeklärt werden, welche Daten vonihm gesammelt werden, sondern auch, was mit den Daten passiert.

Da kommt einiges an Arbeit auf alle App-Entwickler zu. Aber es gibt wirklich kein Grund zum Mitleid: Dieser Schritt in Richtung mehr Datenschutz war dringend nötig. Überfällig. Und ist wirklich zu begrüßen.