Auch für das Jahr 2012 zeichnen sich wieder einige Trends ab, welche sowohl die Anwender wie auch die Anbieter von ERP Software beeinflussen werden. Dabei hat insbesondere die Globalisierung einen zunehmend größeren Einfluss auf die Anforderungen, welche Unternehmen an ihre Business Software stellen. Dazu kommt, dass sich auch Organisation und Strukturen der verschiedenen Unternehmen zunehmend ändern. So werden die Mitarbeiter immer mehr IT-affin und damit auch anspruchsvoller gegenüber der verwendeten Software.

Global ERP wird zum Standard

In Unternehmen, die ihre Geschäfte weltweit betreiben, zeichnen sich derzeit zwei besondere Trends ab. Dies sind zum einen die Expansion und zum anderen die Standardisierung. Während früher fast ausschließlich große Unternehmen einzelne Zweige ins Ausland verlegten, kommen in der Zwischenzeit auch viele Mittelständler nicht mehr daran vorbei, ihre Produktionskapazitäten und Verkaufsaktivitäten in andere Länder auszulagern.

Dadurch steigen auch die Anforderungen, welche ein ERP-System erfüllen muss. Neben den unterschiedlichen Sprachen spielen dabei vor allem die in den jeweiligen Ländern geltenden Gesetze und Vorschriften eine wichtige Rolle. Diese sollten in jedem Falle durch das verwendete ERP-System korrekt abgebildet werden. Zudem stellt sich für die IT-Verantwortlichen der Unternehmen die Herausforderung, verschiedene ERP-Systeme zu einem einheitlichen System zusammenzuführen und damit Kosten zu senken.

Funktionale Ausweitung der ERP-Systeme

Ursprünglich wurden ERP-Systeme in erster Linie für Industrieunternehmen entwickelt. Mittlerweile werden diese jedoch in den meisten Unternehmen unabhängig der jeweiligen Branche eingesetzt. So bildet das jeweils verwendete ERP-System oftmals das Rückgrat eines Unternehmens und umfasst Bereiche wie Buchhaltung, Beschaffung, Lager-Management, Auftragsbearbeitung, und Personal. Deshalb wird es für Anbieter von spezialisierter Software künftig immer schwieriger werden, neue Kunden zu gewinnen.

Mobile Anwendungen immer mehr gefragt

In vielen Unternehmen zeichnet sich ein verstärkter Trend zu Home-Office Arbeitsplätzen sowie der Verwendung von Notebooks ab. Die Mitarbeiter eines Unternehmens müssen dabei die Möglichkeit haben von allen mobilen Geräten Bearbeitungen durchzuführen. Dabei beklagen viele Anwender, dass Softwareunternehmen lediglich die Bildschirmgröße wechseln, ohne genauer auf die Bedürfnisse des mobilen Einsatzes einzugehen. Wichtig ist dabei vor allem auch, dass die benötigten Daten immer und überall zur Verfügung stehen müssen. Cloud-basierte Lösungen zählen deshalb zu den besonderen Trends im Bereich der ERP-Systeme.

Darauf stellen sich auch immer mehr Anbieter von Business Software ein. So plant das Softwareunternehmen Sage beispielsweise eine verstärkte Zusammenarbeit mit Microsoft, um künftig ERP-Lösungen auf Basis Microsofts Windows-Azure Plattform anzubieten. Hierzu werden in den kommenden Monaten an verschiedenen Standorten Pilotprojekte durchgeführt, bevor das Unternehmen dann 2013 mit den Cloud-basierten ERP-Programmen auf den Markt kommen möchte. Mehr Informationen zur Allianz zwischen Sage und Microsoft finden sich hier.

Kommerzielle Software setzt sich durch

Die steigenden Anforderungen an die ERP-Software führen dazu, dass die Unternehmen in diesem Bereich fast ausschließlich auf kommerzielle Lösungen setzen. Die vereinzelt angebotenen Open-Source Lösungen konnten sich dagegen bisher kaum durchsetzen. Zwar wurde dies vor einigen Jahren noch als der große Trend im Bereich der ERP-Systeme angekündigt, jedoch sind die Unternehmen in diesem Bereich eher zurückhaltend. Vielfach bedeutet es einen zu großen Aufwand, um ein Open-Source-System an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Michael Gottwald vom Hamburger nennt in einem Gastbeitrag bei ZD-Net weitere Gründe, warum sich Open-Source Systeme im Bereich der ERP-Software nur sehr schwierig durchsetzen werden.

Der komplette Beitrag findet sich bei Zdnet.

Business Intelligence breitet sich in den Unternehmen aus

Die Zahl der Wege, auf denen Daten in ein Unternehmen gelangen, hat sich in den letzten Jahren deutlich vermehrt. So muss eine gute ERP-Software heute in der Lage sein, Daten aus den verschiedensten Kanälen wie Website, Buchhaltung, Marketing etc. zu verarbeiten. Dabei spielt auch insbesondere die Kommunikation zwischen den einzelnen Unternehmenszweigen eine wichtige Rolle. So sind BI-Lösungen gefragt, welche die Kommunikation den einzelnen Bereichen wie Einkauf oder Marketing ermöglichen und sich nicht nur auf die Finanz-Abteilung konzentrieren.