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Diese Woche ist das umstrittene internationale Handelsabkommen Acta also endgültig gescheitert. Das Europaparlament hat die Zustimmung verweigert. Da dürfte sich so mancher Lobbyist gewundert haben. Denn normalerweise werden solche Abkommen im Verborgenen ausbaldowert und dann mehr oder weniger unter Ausschluss der Öffentlichkeit politisch durchgewunken.

Das war diesmal komplett anders. Weil Acta auch die Freiheiten und Rechte des Internetuser beschneidet –oder beschneiden könnte -, hat sich ein enormer Protest entwickelt. Zuerst im Web, dann auf der Straße – und schließlich auch politisch. Durch die zunehmende Vernetzung geht so etwas heute in rasantem Tempo. Früher undenkbar – heute aber üblich. Acta ist nicht das erste Ansinnen, das durch den Widerstand in der Web-Community gescheitert ist. Was deutlich zeigt: Das Internet ist auch ein wunderbares Werkzeug für mehr Demokratie. Immer öfter, immer mehr – gut so!