Das Smartphone: Immer mehr Menschen haben es ständig mit dabei. Und in Zukunft wird das Smartphone sogar noch ein bisschen smarter. Google, Apple, Microsoft und einige andere Anbieter tüfteln an sogenannten „digitalen Assistenten“. Kleine, schlaue Programme, die regelrecht mitdenken – und ihre Besitzer gezielt mit ganz persönlichen Infos versorgen sollen.

Und das selbst dann, wenn sie gar nicht danach gefragt haben. Beispiel: Wer jeden Tag mit dem Auto zur Arbeit fährt, wird von seinem Assistenten rechtzeitig und automatisch gewarnt, falls die Straße besonders voll ist. Damit man eher losfährt. Denselben Service gibt’s für alle, die den Zug nehmen: Fällt eine Verbindung aus oder ist deutlich verspätet – der digitale Assistent bemerkt es, warnt einen – und macht gleich Vorschläge, ob es alternative Verkehrsverbindungen gibt.

Digitale Assistenten erinnern also nicht einfach nur Termine, sondern sie denken mit: Sie sagen einem, wie lange man zum nächsten Termin braucht – und wann man sich auf den Weg machen sollte.

Im Zweifel reicht dann eine kurze gesprochene Anweisung. Dank eingebauter Spracherkennung versteht der digitale Assistent auch gesprochene Anweisungen und Fragen, wie „Buche einen Flug nach Berlin“.

Digitale Assistenten lernen ihre Benutzer mit der Zeit immer besser kennen: Wer sich zum Beispiel im Internet über seinen Lieblingsverein informiert, der wird später automatisch mit wichtigen Infos und Spielergebnissen versorgt – und zwar ohne weitere Nachfragen.

Und das ist erst der Anfang. Später sollen digitale Assistenten auch in der Lage sein, selbständig ein Restaurant zu buchen, ein Buch oder eine Geburtstagstorte zu bestellen – alles vollautomatisch.

Der Haken an der Sache: Damit Assistenten gute Entscheidungen fällen können, müssen sie eine Menge über ihre Benutzer wissen. Sie sammeln jede Menge Daten. Benutzer werden so unendlich transparent. Dieser Aspekt bereitet Datenschützern schon jetzt großes Kopfzerbrechen – zu Recht.

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