Wo man geht und steht: Überall halten heute Menschen ihre Smartphones hoch und machen Aufnahmen. Manche wollen aber noch nicht mal mehr ihr Handy zücken, um Aufnahmen zu machen. Sie tragen deshalb eine Kamera am Leib – “wearable camera” genannt. Es gibt solche Kameras zum Umhängen oder Anstecken.

Das schwedische Startup Memoto geht noch einen Schritt weiter. Denn Memoto baut nicht nur eine winzige Kamera, die man wie einen MP3-Player ans Hemd oder an die Jacke stecken kann, sondern verknüpft die Kamera auch noch mit einem Onlinedienst. Alle 30 Sekunden entsteht eine Fotoaufnahme. 2000 Bilder am Tag. Das ganze Leben als Fotostream. Und die Bilder landen gleich in der Cloud. Mit einer App kann man später die spannendsten Moment raussuchen und auf Twitterm Facebook und Co. teilen.

Ich bin sicher: Es gibt Menschen, die würden so etwas machen. Ich bin aber genauso sicher, dass man das besser sein lassen sollte. Indiskreter geht es wohl kaum – und man fotografiert unentwegt Menschen, die das garantiert nicht wollen. Verrückte Idee.