Die Mieten in Deutschlands Großstädten steigen seit Jahren. Schöne Wohnungen in guter Lage sind Mangelware und daher entsprechend begehrt. Wir verraten Ihnen, worauf Sie bei der Suche nach einer günstigen Wohnung achten sollten.

Mietwahnsinn in deutschen Großstädten

In beliebten Ballungsräumen wie München, Hamburg und Berlin steigen die Mieten weiter dramatisch an. Bezahlbarer Wohnraum wird knapp. Und so ist es kein Wunder, das annehmbare Wohnungen zu erschwinglichen Preisen weggehen wie warme Semmeln. Lange Schlange und Massenbesichtigungen sind keine Einzelfälle. Der Mietwahnsinn fordert Wohnungssuchenden einiges ab. Doch auch wenn die Mieten gibt es einige Tipps, wie man günstigen Wohnraum findet und sich für eine Wohnung entscheidet.

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Tipps für die Wohnungssuche

  1. Kompromisse eingehen: Beste Lage, 120 Quadratmeter, Balkon, Wohnküche, Badewanne und am liebsten alles zum Schnäppchenpreis. Das wird nicht einfach. Verabschieden Sie sich von überhöhten Ansprüchen: Überlegen Sie lieber, was Sie tatsächlich brauchen – und worauf Sie verzichten könnten.
  2. Gut vorbereitet zur Besichtigung: Erscheinen Sie pünktlich und halten Sie eine Mappe mit allen wichtigen Unterlagen bereit. Übertreiben Sie es dabei jedoch nicht – kein Vermieter hat Zeit sich durch ganze Romane zu lesen. In die Mappe gehören Schufa-Auskunft oder Bestätigung der Mietschuldenfreiheit vom bisherigen Vermieter und ein Gehaltsnachweis.
  3. Auf Mund-zu-Mund-Propaganda setzen: Wer sich auf Wohnungssuche befindet, der sollte alle Kanäle nutzen. Lassen Sie Ihre Freunde und Bekannten wissen, dass Sie auf der Suche sind. Oft findet sich so schnell eine passende Wohnung.
  4. Flexibilität bei der Stadteilwahl: Informieren Sie sich im Vorfeld genau über den Wohnungsmarkt. Manchmal sind die Preisspannen zwischen zwei Straßenzügen enorm. Oder Sie suchen gleich in einem anderen Viertel. Denn in vielen Städten finden sich Viertel, die zwar zentrumsnah gelegen, aber noch nicht so teuer sind. Möglicherweise finden Sie Ihre Traumwohnung ja auch am Stadtrand. Wer es gerne grüner mag, der findet hier preisgünstige Alternativen – und die Innenstadt ist dennoch oft schnell zu erreichen.
  5. Mitglied einer Genossenschaft werden: Genossenschaftswohnungen sind erschwinglich und oftmals sehr gut gelegen. Zudem investieren Genossenschaften Ihre Gewinne in die Bausubstanz – daher sind die Wohnungen oft sehr gut in Schuss. Wenn Sie nicht akut auf der Suche sind, ist es eine gute Option, sich hier auf die Warteliste setzen zu lassen. Allerdings kann es einige Jahre dauern, bis eine Wohnung für Sie frei wird. Genossenschaftsanteile sind daher eher eine Investition für die zukünftige Wohnungssuche.
  6. Alternative Wohngemeinschaft: WGs sind schon lange keine rein studentische Wohnform mehr. Gerade in teuren Großstädten tun sich oft berufstätige Singles oder Pendler zusammen. So lässt sich gemeinsam Geld sparen.

Bildquelle: © Jupiterimages/Creatas/Thinkstock

2 Kommentare
  1. Alex
    Alex sagte:

    Erst mal überhaupt eine günstige Wohnung finden, ist auch so eine Sache. Bei der Massenbesichtigung für einen der außerhalb bzw. fremd ist, ist die Chance fast gleich 0.

    Wer auch noch ALG II bezieht, hat auch schlechte Karten, da viele Vermieter ALG II-Bezieher ausschließen, nur weil unter anderem vorherige Mieter Misst gebaut haben, fair ist es jedenfalls nicht, da man nicht alle Empfänger in einem Topf werfen darf oder der Vermieter irgendwelche nicht nachvollziehbare Vorteile hat, wobei jeder in Armut fallen kann, nur das sieht nicht jeder.

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