Jemand hat Ihnen eine Photoshop-Datei (*.psd) gesendet, aber Sie haben kein Photoshop, um sie zu öffnen? Die gute Nachricht: Sie müssen das Programm gar nicht haben. Denn andere Bildprogramme können *.psd-Dateien ebenfalls lesen.

Da wäre zum Beispiel der Gratis-Bildbetrachter IrfanView (www.irfanview.com). Das Programm hat keine Probleme beim Einlesen von Photoshop-Bildern. Es kann allerdings nicht mit Ebenen umgehen. Und transparente Bereiche werden manchmal nicht korrekt dargestellt.

Eine weitere Alternative stellt das ebenfalls kostenlos herunterladbare XnView (www.xnview.com) dar. Auch XnView stellt sich gegenüber *.psd-Bildern nicht dumm an. Transparenz ist kein Problem, zum Weiterverwenden können Sie das Bild einfach in einem der unterstützten Grafikformate abspeichern. Allerdings kann auch XnView nicht auf die einzelnen Ebenen zugreifen.

Drittens bietet sich auch das aus der Linux-Welt stammende GIMP (gimp-win.sf.net) an. Wenn Sie eine Photoshop-Grafik mit GIMP öffnen, lädt das Programm sogar die einzelnen Ebenen. Dateien mit vielen Effekten oder anderen Spezial-Funktionen kann GIMP aber oft nicht 100%-ig einlesen. Dann gibt’s Darstellungsfehler.

Wenn alles nicht hilft, können Sie sich auch von der Adobe-Webseite die Testversion von Photoshop herunterladen. Das sind zwar einige Hundert MB. Anschließend können Sie die *.psd-Datei aber auf jeden Fall öffnen und auch alle oder einzelne Ebenen in einem anderen Dateityp abspeichern. Die Testversion von Photoshop ist nur zeitbeschränkt, nicht aber in den verfügbaren Bildbearbeitungs-Funktionen. Sie erhalten die Testversion von Adobe Photoshop unter der Adresse adobe.com/go/tryphotoshop_de.