Alle reden davon, wie auf Facebook Profile von Usern entstehen – dabei ist das, wenn auch in bescheidenerem Ausmaß, ebenso auf Twitter möglich. Wer Twitter regelmäßig nutzt, teilt ebenfalls eine Menge über sich mit. Forscher von IBM haben jetzt nachgewiesen, wie durch die Verwendung bestimmter Begriffe Rückschlüsse auf die Persönlichkeit eines Nutzers möglich sind, insbesondere, wenn bestimmte Begriffe regelmäßig verwendet werden. Fünfzig Tweets reichen den Forschern schon, um die Persönlichkeit eines Menschen “ziemlich verlässlicht” zu bestimmen, mit 200 Kurznachrichten könne man jeden schon bereits “sehr gut” einordnen.

Ganz abgesehen davon, dass auch Zeitpunkt und Geodaten der Tweets eine große Rolle spielen können – ebenso das soziale Netzwerk, dass sich durch Follower und Kontakte ergibt. IBM entwickelt an einer Software zur Persönlichkeitsanalyse, die daraus Kapital schlagen will. Die Software soll dabei helfen, personalisierte Werbung präsentieren zu können, die noch besser funktioniert. Attribute wie Geschlecht, Alter oder Interessen werden dann durch diverse weitere Faktoren ergänzt. Für die Werbeindustrie eine spannende Entwicklung – für uns Benutzer wohl eher weniger.