Kostenlose Downloads und Smartphone-Apps sind für viele User sehr attraktiv. Die kleinen Miniprogramme stehen in App-Stores und auf diversen Marktplaces zur Verfügung und erfreuen Nutzer mit allerhand Spielereien. Ob Fitness-App oder Umwelt-App – jeden Tag gibt es Neues im App-Zirkus zu entdecken. Doch einige dieser kleinen Programme enthalten bösartige Schadsoftware und infizieren den Rechner mit Malware. Anwender, die diese Malware versehentlich herunterladen, können Probleme bekommen.

Häufige Suchbegriffe dienen als Köder

In letzter Zeit häufen sich die Meldungen von Nutzern, die plötzlich Fluten von Spam-Mails erhalten oder Kontoabbuchungen diverser Dienste entdecken, bei denen sie angeblich ein Abo abgeschlossen haben. Schuld kann schadhafte Malware sein, die über heruntergeladene Apps auf den Rechner gelangt. Die in den Apps enthaltenen Schadprogramme haben viele Nutzer ohne Wissen bei kostenpflichtigen Diensten angemeldet. Als Köder dienen häufige Suchbegriffe wie Facebook oder Games.

Tarnung als Gefahr

Besonders betroffen sind App-Stores von Symbian oder iOS. Die Websites gleichen automatisch die Betriebssysteme ab und liefern das schadhafte Miniprogramm. Oft tarnen sich die unerwünschten Apps als ganz normale Updates. Landet die infizierte App nach dem Download auf dem Rechner, beginnt das Schadprogramm SMS-Nachrichten zu versenden, die Nutzer bei kostenpflichtigen Diensten anmelden. Das Schadprogramm fängt die Bestätigungs-SMS ab, damit der User die Nachricht über den Abschluss eines Abos nicht erhält.

Der Trick: Nur kleine Abbuchungen vom Konto

Nutzer, die Opfer dieser Betrugsmasche werden, merken oft zunächst nicht, dass sie ohne ihr Wissen bei einem oder mehreren kostenpflichtigen Diensten angemeldet wurden. Wöchentlich oder monatlich werden nur kleinere Beträge vom Konto abgebucht, was weniger auffällt. Die durchschnittlichen Gebühren betragen drei bis fünf Euro. Doch diese Art Malware kann noch mehr Schaden anrichten. Die bösartigen Programme können Daten löschen und auf die SD-Karte zugreifen.

Auch Nachrichten werden überwacht und Kontaktdaten im Adressbuch gelesen. Die Malware versendet beispielsweise vordefinierte Nachrichten, die Kosten erzeugen, oder ermittelt sogar den Aufenthaltsort. Gefälschte Apps werden besonders häufig für soziale Netzwerke wie Twitter oder Vkontakte in Umlauf gebracht. Auch Apps für Spiele wie Farm Frenzy oder Tanks X sind mit Vorsicht zu genießen.

Wie gehe ich auf Nummer sicher?

Nutzer können sich schützen, indem sie Apps nur von offiziellen App-Stores herunterladen. Außerdem sollte jeder eine umfassende Sicherheitsanwendung auf seinem Android-Gerät installieren. Zahlreiche Websites informieren täglich aktuell über im Umlauf befindliche Schadprogramme. Wer kompetente Hilfe sucht, kann sich in Foren informieren oder an Unternehmen wenden, die sich auf Internetbedrohungen spezialisiert haben und neueste Technologien nutzen, um Privatanwendern und Firmen umfassenden Schutz zu bieten.

blippex

© Comstock/Stockbyte/Thinkstock