Kinder und Jugendliche lieben elektronisches Spielzeug, vor allem die vielen kleinen App-Spiele, die es für Smartphones und Tablets gibt. Der Nachwuchs weiß intuitiv, wie die Spiele funktionieren – und verbringen gerne ihre Zeit damit. Viele Game-Apps sind kostenlos. Trotzdem gibt es eine Kostenfalle: In den meisten Spielen kann man etwas kaufen, etwa virtuelle Gegenstände, um sich einen Vorteil im Spiel zu verschaffen – oder ausgefallene Levels, die man nicht gratis spielen darf. Solche Inhalte sind bei den Kids ebenfalls sehr beliebt.

Oft kaufen die Kids ein, ohne dass die Eltern das mitbekommen. Möglich wird das durch eine Schwachstelle im App-Store von Apple: Der Benutzer der Smartphones oder Tablets muss zwar ein Passwort für Einkäufe eingeben, die nächsten 15 Minuten sind dann aber keine Passworteingaben mehr erforderlich. Das nutzen viele Kinder und Jugendliche aus. Amerikanische Eltern haben nun in einer Sammelklage gegen Apple auf Schadenersatz geklagt.

Apple hat sich außergerichtlich geeinigt und zahlt nun 32,5 Millionen Dollar (24 Millionen Euro) an die Betroffenen aus. Apple will wohl eine lange Gerichtsverhandlung mit negativer Berichterstattung vermeiden. Apple räumt ein, die Bezahlmodalitäten für sogenannte Inapp-Purchases verbessern zu müssen. Für deutsche User bringt der Vergleich nichts. Sie müssen im Einzelfall auf Kulanz hoffen.

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