Datenbrillen wie sie der amerikanischer Hersteller Oculus VR baut, sind ganz sicher nichts für den Alltag. Sie entführen einen in virtuelle 3D-Welten, bieten die perfekte Illusion, vor allem bei Spielen. Eine hohe HD-Bildauflösung auf beiden Augen gepaart mit einer Bildholfrequenz für flimmerfreie Bilder lassen einen abtauchen in die virtuell im Computer erzeugten Bildwelten – und schon bald die wahre Realität vergessen. Eine Besonderheit der Oculus-Brillen sind die empfindlichen Bewegungssensoren. Sobald der Spieler auch nur eine kleinste Bewegung macht, wird das Bild korrigiert. Selbst ein Blick über die Schulter ist möglich.

Jetzt hat Facebook den Hersteller bis zu 2,3 Milliarden Dollar gezahlt – und holt damit eine weitere Technologie ins Unternehmen. Facebook dürfte eine virtuelle soziale Welt à la Second Life planen. Auch hier kann man sich treffen, miteinander austauschen und plaudern. Facebook in 3D. Aber auch Actionspiele könnten für Facebook interessant sein, darauf spricht vor allem die junge Klientel an. Experten erwarten, dass Facebook auch virtuelle Einkaufsmeilen in Planung hat: Mit einer Datenbrille auf dem Kopf eine lebensnahe 3D-Welt durchschreiten und online shoppen, durchaus möglich.

Facebook ist nicht der einzige Riese, der auf Virtualität und Augmented Reality setzt. Google bringt dieses Jahr seine Google Glass getaufte Datenbrille auf den Markt. Auch Epson und Sony sind mit neuen Datenbrillen im Markt und suchen nach passenden Einsatzgebieten. Da scheint sich ein neuer Boom-Markt zu entwickeln.

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