Der Selfie-Wahn kennt kein Ende: Ein Startup will einen Satelliten ins All schicken, der Selfies im Weltraum ermöglichen soll. Im Hintergrund des Selbstporträts ist dann die Erde zu sehen – oder irgendein Winkel des Weltalls, je nachdem, in welcher Richtung der Satellit gerade schaut. Das Space Selfie soll sogar kostenlos sein.

Was ein bisschen wie ein Aprilscherz klingt, scheint völlig ernst gemeint zu sein. Ein Unternehmen aus Antwerpen hat die Vorbereitungen für das Projekt bereits begonnen. Auf der Homepage von SpaceBooth kann man alles nachlesen. Ein sogenannter Pico-Sallit soll in die Umlaufbahn geschickt werden, nicht viel größer als ein Smartphone. Der Mini-Satellit lässt sich zwar nicht steuern, aber kann per Funk Kontakt zur Erde halten.

Wer ein Selfie im All haben will, macht mit einer speziellen App eine Aufnahme von sich und schickt das Bild zum Satelliten. Der projeziert das Foto vor einen halbdurchlässigen Spiegel, im Hintergrind ist die Erde oder das Weltall zu sehen, je nachdem, welche Position der Sallelit gerade hat.

spacebooth

Klingt alles extrem aufwändig (und ist es sicher auch), trotzdem soll das Space-Selfie kostenlos sein – ein Bild pro User. Natürlich werden sich die Macher andere Methoden zur Finanzierung ausdenken, vermutlich Premium-Produkte wie HD-Auflösung, bedruckte T-Shirts oder Tassen, Animationen für die eigene Webseite etc. Denn irgendwie muss die Kasse ja klingeln.

Für mich klingt das alles recht absurd. Denn wozu diesen Aufwand betreiben? Mit der geeigneten Foto-Software kann man sich praktisch vor jeden Hintergrund zaubern. Warum man sein eigenes Foto in den Weltraum projezieren muss, will sich mir nicht ganz erschließen. Doch wir werden sehen, wie es dann in der Praxis aussehen wird, wenn das Projekt gestartet ist.