Onlinebanking ist eine feine Sache. Ich nutze diese Möglichkeit des Geldverkehrs schon seit Jahren, selbst als man noch einen Btx-Zugang brauchte, habe ich bereits Homebanking gemacht. Mittlerweile ist es denkbar beqem, Geld online zu überweisen, ob im Web oder per App. Eins ärgert mich aber enorm: Die Deutsche Bank verlangt 9 Cent pro SMS, die beim mTAN-Verfahren nunmal unvermeidlich sind. Eine Frechheit – die ein Ende haben sollte.

mTAN ist zwar nicht unknackbar, aber doch deutlich sicherer als iTAN. Manchmal nutze ich mTAN, vor allem, wenn ich unterwegs bin. Doch dann ärgere ich mich jedesmal über die Unverfrorenheit meiner Hausbank, die Deutsche Bank, die mir eiskalt 9 Cent pro verschickter SMS berechnet. Neun Cent. NEUN CENT. Unfassbar.

Normalerweise ist mTAN kostenlos

Die meisten anderen Banken, die mTAN anbieten und kostenlose Kontoführung, verzichten darauf, für SMS irgendwelche Kosten zu berechnen. Aber die Deutsche Bank, die für die Konoführung Geld verlangt, ist im Stande, für jede einzelne SMS 9 Cent zu verlangen.

Unglaublich. Aus mehreren Gründen. Zum einen sollte der größten deutschen Bank wohl daran gelegen sein, die Kontoführung sicher(er) zu machen. Es sollte im Interesse der Bank sein, dass mehr Menschen mTAN statt iTAN verwenden. Das dürfte die Ausfallquote deutlich verbessern.

Rechte: Deutsche Bank

Rechte: Deutsche Bank

9 Cent pro SMS? Viel zu viel

Darüber hinaus sind 9 Cent pro SMS schlichtweg Wucher. In Zeiten von SMS-Flatrates ist es ohnehin schwer zu erklären, wieso man für eine SMS etwas berechnet. Die Wahrheit ist natürlich, dass die Bank für jede verschickte SMS einen Obolus entrichten muss, aber der dürfte nach meinen Recherchen und angesichts des Voluments der Bank 3 Cent pro SMS nicht übersteigen, vermutlich bekommt die Deutsche Bank sogar noch günstigere Tarife. Das bedeutet im Klartext: Die Deutsche Bank berechnet das Dreifache für eine SMS im mTAN-Verfahren, verdient also noch daran, dass der Kunde sich um ein sicheres Verfahren bemüht.

Ich finde das skandalös, unmoralisch und auch kontraproduktiv. Ich muss es mal so klar heraus fragen: Welcher Idiot hat die Entscheidung gefällt, so vorzugehen? Diese Unart gehört dringend beendet.

 

2 Kommentare
  1. Jochim Schrank
    Jochim Schrank sagte:

    Da sind Sie nicht der Einzige, der sich darüber ärgert, Herr Schrieb. Und auch die Deutsche Bank steht mit ihrer Preispolitik mich allein da. Die Stadt-Sparkasse Düsseldorf berechnet ebenso 9 Cent pro versandter SMS. Es scheint die gängige Praxis unter den Banken zu sein.

  2. Thomas
    Thomas sagte:

    Hallo Herr Schieb!
    Ich lese „Skandal“, sehe aber keinen. Sie hätten die Dienstleistung der SMS-Zusendung gerne kostenlos – ja, ich auch – ihre Recherche geht davon aus, dass die Bank den dreifachen Preis berechnet, den sie selber dafür zahlt, aber gehen sie einfach mal von einer kleineren Marge aus, denn bei dem Verfahren werden in der Regel keine normalen sondern bevorrechtigte SMS verschickt und die kosten ein paar Cent mehr.
    Was ich bei Ihrer immer überaus umsichtigen Berichterstattung jedoch nicht verstehe ist die Sicherheitsbetrachtung von iTAN und mTAN. Mal ganz kurz: Ein Bank, die noch iTAN einsetzt sollte ein großes Konto zur Regulierung von Betrugsfälle haben. mTAN ist super bequem, super praktisch aber mittlerweile angreifbar und deshalb wird sich dieses Verfahren auch nicht mehr ewig halten – die nächsten Verfahren stehen in den Startlöchern.
    Trotz meiner Kritik: Weiter so, ich freue mich auf jeden neuen Artikel von Ihnen.

Kommentare sind deaktiviert.