Mit Word, Excel und Powerpoint ist Microsoft groß geworden. Die Office-Programme waren lange Zeit der Umsatzfaktor Nummer eins bei Microsoft. Noch immer gelten die Büroprogramme von Microsoft als Standard. Fast jeder hat damit schon mal gearbeitet. Jetzt gibt es die Apps für Word, Excel und Powerpoint kostenlos für Mobilgeräte – und man kann jetzt auch kostenlos Dokumente erstellen und speichern. Das war bislang nicht möglich.

Zwar gibt es Word, Excel und Powerpoint schon länger für iOS gratis, allerdings braucht man eine kostenpflichtige Office365-Lizenz, um Dokumente auch speichern zu können. Besonders populär hat das die Office Mobile genannten Apps nicht gemacht.

Microsoft mcht allen Skeptikern deshalb ein verlockendes Angebot: Word, Excel und Powerpoint sind auch weiterhin kostenlos, nun aber nicht mehr nur auf Geräten mit Windows oder iOS, sondern auch für Smartphones und Tablets mit Android-Betriebssystem. Darüber hinaus lassen sich in den Office-Apps nun auch ohne kostenpflichtiges Office-365-Abo (65 EUR im Monat) Dokumente bearbeiten und speichern. Man benötigt lediglich ein kostenlos erhältliches Microsoft-Konto, um die Office-Apps nutzen zu können.

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Ich habe die Apps getestet: Um Dokumente zu erstellen oder vorhandene Dokumente zu bearbeiten, reicht es völlig. Einige Funktionen bleiben allerdings auch weiterhin zahlenden Kunden vorbehalten, etwa bei der Zusammenarbeit mit anderen Nutzern oder beim Zugriff auf bestimmte Funktionen wie die Sprecher-Notizen in PowerPoint. Wer ein kostenpflichtiges Office-365-Abo abgeschlossen hat, kann die Zusatzfunktionen nutzen – und auf unbegrenzten Cloud-Speicher zugreifen. Wer die Office-Apps geschäftlich nutzt, muss auch weiterhin ein Abo abschließen, selbst wenn nicht die erweiterten Funktionen genutzt werden.

In den USA werden Kosten erstattet
Wer erst vor kurzem ein Office-365-Abo abgeschlossen hat, könnte sich womöglich ärgern, denn jetzt ist (fast) alles kostenlos zu haben. In den USA können App-User sich die Abogebühr erstatten lassen, wenn sie den Dienst ab dem 27. März und vor dem 6. November 2014 gebucht haben. Allerdings ist das nicht immer leicht, denn Betroffene müssen sich das Geld dort zurückholen, wo sie die App-Lizenz gekauft haben. Wer das Abo über den In-App-Kauf einer iOS-App gekauft hat, soll sich an den iTunes-Support wenden.

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Den nun eingeschlagenen Weg halte ich für richtig: Jetzt stehen Privatleuten mehr Funktionen kostenlos zur Verfügung, künftig in allen Mobilwelten. Und wer Profifunktionen nutzen will oder besonders viel Speicherplatz in der Cloud braucht, der wird auch bereit sein, die durchaus überschaubaren Abogebühren für Office 365 zu bezahlen.