Am Sonntag geht in Köln die IMM zu Ende, die Internationale Möbelmesse. Dort kann man sich anschauen, war wir uns morgen womöglich ins Wohnzimmer stellen. Oder ins Schlafzimmer. Oder wohin auch immer. Aber das ist ja ein grundsätzliches Problem beim Möbelkauf: Man kann sich nicht so richtig vorstellen, ob das Sofa auch im eigenen Wohnzimmer eine gute Figur macht. Oder überhaupt rein passt. Doch da gibt es Abhilfe, mit Apps zum Thema Schöner Wohnen.

Passt das Sofa in die eigene Wohnzimmerecke – und wie sieht das aus? Mit modernen Katalog-Apps von Möbelhäusern lässt sich die eigene Wohnung probeweise neu einrichten. Da kann man ganz konkret sehen, wie sich ein Möbelstück aus dem Katalog in den eigenen vier Wänden machen würde. Einfach mit Smartphone oder Tablet den Wohnraum filmen – und selbst beurteilen.

Dank Augmented Reality Möbel-Check

Augmented Reality nennt sich der Trick: Bei Augmented Reality verschmelzen echte und virtuelle Welt. In diesem konkreten Fall das eigene Wohnzimmer oder Badezimmer mit den Möbeln aus dem Katalog.

Und das sogar in 3D. Mehrere Möbelhäuser bieten das mittlerweile an: Ikea, Atelier Pfister, Kare und einige andere. Von Butlers gab es eine solche App auch schon mal, doch die wurde wieder eingestellt. Die Apps sind natürlich kostenlos, sie sind schließlich eine Art Deluxe-Katalog. Sie wollen den Kunden zum Kauf animieren.

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Praktisch ist das aber trotzdem. Denn mit so einer App kann man sich wirklich einen ganz guten Eindruck davon machen, ob die Möbel aus dem Katalog in den eigenen vier Wänden gut aussehen.

 

Die 3D-Apps haben Tausende von Möbeln als 3D-Modelle gespeichert. Nicht alle Möbel, die man kaufen kann, aber doch recht viele. Man kann am Display die Größe variieren – und oft auch die Farbe oder den Stoff ändern. Bei Bedarf lassen sich auch mehrere Möbel miteinander kombinieren, hier eine Couch und ein Teppich.

Das klappt meistens ganz gut – wenn auch natürlich nicht immer perfekt.

Klappt am besten in leeren Räumen

Wer so eine Einrichtungs-App benutzen möchte, der braucht erst mal einen Raum, der nicht komplett zugestellt ist. Sonst sieht es nämlich nachher blöd aus. Und: Man muss aus der richtigen Entfernung die Kamera einschalten. Dann muss man die Möbel nur noch platzieren. Ob die Möbel auch tatsächlich passen, von den Maßen her, lässt sich so nicht feststellen.

ikea app

Die App von Atelier Pfister funktioniert etwas anders: Da macht man ein Foto von seinem Raum – und fügt die Möbelstücke anschließend ein. Eins nach dem anderen. Also ohne Virtual Reality. Die Größe der Möbel lässt sich genau einstellen, alles positionieren. Und auch die Farben lassen sich ändern. So bekommt man einen sehr guten Eindruck.

Und was man auch machen kann: Ein Foto – oder auch ein paar – der virtuellen Möbel im eigenen Zuhause per Mausklick oder Fingertippen in die sozialen Netzwerke wie Facebook stellen. Da kann man dann seine Freunde fragen: Gefällt Euch das – oder nicht so? Das hilft sicher auch noch mal bei der Kaufentscheidung.

Fernseher oder Armaturen testen

Das Konzept setzt sich durch. Man kann mittlerweile mit den entsprechenden Apps auch probeweise Fernseher ins Wohnzimmer hängen – oder mal die Armatur im Badezimmer austauschen, etwa mit der App von Hansgrohe. Vielleicht sieht eine neue Armatur ja besser aus. Die alte wird einfach im Smartphone ersetzt.

hansgrohe

Und wer schon immer mal wissen wollte, ob eine andere Farbe im Raum besser aussieht: Mit Apps wie Painter Tester kein Problem. Die kostenlose App malt die Wände probeweise neu an.

Mit der App Architonic kann man sich inspirieren lassen: Hier sind Designer-Möbel und stylische Accessoires gespeichert, von diversen Herstellern. Da kann man stöbern. Und was es kostet und wo man die Sachen bekommt, verrät die App auch. Eine Art Katalog mit Beratungsfunktion – allerdings ohne 3D-Effekt oder Virtual Reality.

architecto

Wer noch mehr Anregungen braucht: Es gibt mittlerweile einige auf das Thema “Schöner Wohnen” spezialisierte Portale wie houzz.com oder roomido.com. Da kann man sich inspirieren lassen: Experten und Hobby-Einrichter zeigen, was man aus Räumen so alles machen kann. Und Expertentipps gibt’s auch. Sowie konkrete Hilfe. Empfehlenswert.