Im Büro der Computer, unterwegs das Smartphone, zu Hause das Tablet: Wir sind ständig online, ziehen Infos aus dem Netz. Dabei prasseln immer mehr Infos auf uns ein. Blogs, Tweets, Facebook Nachrichten. Das kann leicht zu einer Überforderung werden. Wie lassen sich all diese Infos bündeln und an einer Stelle konsumieren (lesen)? Zum Beispiel mit Readern und sogar Apps, die aus den Infoschnipseln ansehnlichen Lesestoff machen, der aussieht wie eine persönliche Zeitung.

Ein individuelles Magazin, speziell auf mich und meine Bedürfnisse zugeschnitten. Mit Artikeln, die mir meine Freunde empfehlen. Mit Fotos, die meine Kontakte in soziale Netzwerke gestellt haben. Man blättert Seite für Seite durch. Auf dem Tablet, auf dem Smartphone. Was interessant ist, lässt sich antippen, vergrößern – und in Ruhe lesen.

Es gibt mittlerweile verschiedene Apps, die auf Knopfdruck solche interaktiven, individuellen Online-Magazine erstellen und alles schick im Display präsentieren.

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Flipboard und Paper

Flipboard ist die bekannteste App. Die haben das zuerst gemacht. Doch mittlerweile bietet Facebook auch so etwas an: Paper heißt die App, die wirklich beeindruckende Möglichkeiten bietet. Mit Schwerpunkt auf Inhalten, die von Facebook kommen natürlich.

Allerdings gibt es Paper bislang nur in englischer Sprache. Man kann zwar auch aus Deutschland dran kommen, ist aber nicht so leicht. Deshalb nutzen in Deutschland die meisten Apps wie Flipboard, Spout oder Feedly, um sich auf dem Laufenden zu halten.

facebook paper

Das Prinzip ist überall mehr oder weniger dasselbe: Man wählt die Quellen aus, die bei der Präsentation berücksichtigt werden sollen. Das können die Postings der eigenen Freunde sein, aber auch öffentliche Quellen, etwa News-Feeds von Sendern oder Zeitungen. Daraus entsteht dann die individuelle Zeitung. Jedes Mal, wenn man die App startet, eine neue, aktuelle Ausgabe.

Flipboard im Web

Doch man braucht nicht zwingend ein Tablet oder Smartphone: Seit neuestem gibt es Flipboard auch in Web. Einfach unter flipboard.com anmelden. Anschließend die Themengebiete festlegen – und wenig später erscheint auch schon die individuell erzeugte Online-Zeitung. Mit Artikeln und Posts aus dem eigenen sozialen Netzwerk und den Lieblingsquellen.

Eine andere schöne App ist Spout. Spout holt aktuelle Nachrichten aus den vorher gewählten Quellen und präsentiert Schlagzeilen, Kommentare und Fotos animiert im Display. Das sieht elegant und schick aus. Und macht Spaß. Praktisch ist das allerdings auf Dauer nicht unbedingt es bewegt sich einfach zu viel. Eignet sich nicht zum konzentrierten Lesen, mehr zum Stöbern.

spout

Eye Candy: Spout

Ganz schön wibbelig und bunt. Vorteil von Spout: Man kann auch Twitter-Nachrichten damit lesen. Die App kostet knapp zwei Euro und wird für Android und iOS angeboten.

Aber mal weg von den sozialen Netzwerken. Es gibt schließlich auch im Web jede Menge interessanter Quellen. Webseiten oder Blogs zum Beispiel mit nützlichen Artikeln. Auch da kann man sich auf dem Laufenden halten. Ich bevorzuge da den News-Reader Feedly.

News Reader Feedly

Mit Feedly kann sich jeder bequem seine individuelle Nachrichten-Zentrale zusammenstellen. Alle News von der Aktuellen Stunde oder von wdr.de? Kein Problem: Einfach danach suchen und den Feed, den Nachrichtenstrom abonnieren. Ab sofort erscheinen alle neuen Artikel und Beiträge automatisch im Reader. So entsteht mit der Zeit eine eigene, individuelle News-Übersicht.

Feedly gibt es auch für Mobilgeräte. Hier erscheinen Artikel wie in einer Zeitung. Man kann blättern, suchen oder interessante Stellen markieren. Ideal, um sich einen Überblick über die aktuelle Nachrichtenlage zu verschaffen. Mit Artikeln, Fotos und Videos aus den eigenen Lieblingsquellen. Die eigene Online-Zeitung.

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TweetDeck für Tweets

Und wer glaubt, Twitter-Nachrichten würden immer nur auf dem Handy-Display erscheinen: Weit gefehlt. Mit speziellen Apps wie dem kostenlos erhältlichen Tweetdeck kann man wunderbar verfolgen, was in der Twitter-Welt los ist – und auch selbst zwitschern. Lohnt sich aber nur für echte Twitter-Fans. Alle anderen sind mit Apps wie Flipboard besser bedient.

Es gibt also wirklich viele Möglichkeiten, um sich unterwegs oder zu Hause einen Überblick zu verschaffen.