Wenn der Versender einer E-Mail wissen möchte, ob der Empfänger sie geöffnet hat, dann baut er in der Regel ein verstecktes Pixel in die Mail ein. Ein unsichtbarer Punkt, der bei der Anzeige aber unbemerkt an den Versender geschickt wird. Eine vor allem bei Newslettern und Werbe-Mails beliebte Methode. Mit Uglymail gibt es jetzt eine Chrome-Erweiterung, die Mails mit solchen Tracking-Pixeln kennzeichnet.

Nein, Tracking-Pixel sind keine direkte Gefahr für denjenigen, der solche Mails öffnet. Und für den Versender der Mail bringt so ein Tracking-Pixel eine Menge wertvoller Informationen, etwa, wie viele Menschen ein Mailing geöffnet haben. Das ist nicht unwichtig zu wissen, denn so kann man lernen, welche Themen bei den Leuten ankommen und welche weniger.

Doch Tracking-Pixel bergen auch Risiken. Denn sie lassen zum Beispiel Rückschlüsse über den aktuellen Aufenthaltsort der Person zu, die die Mail geöffnet hat, aber auch, wann genau die Mail geöffnet wurde. Viele Mail-Clients bieten die Möglichkeit, solche Zähl-Pixel komplett zu unterdrücken. Die meisten Mail-Programme zeigen Grafiken innerhalb der Mail nur auf ausdrücklichen Wunsch an – oder wenn der Absender bereits bekannt ist.

Bildschirmfoto 2015-03-23 um 19.13.02

Mit Uglymail gibt es jetzt eine elegantere Lösung. Uglymail ist eine kostenlos erhältliche Erweiterung für Google Chrome. Die Erweiterung markiert in Google Mail E-Mails, die ein Zähl-Pixel enthalten, zumindest wenn es sich um ein Zähl-Pixel eines bekannten Dienstes zum Pixel-Tracking handelt, allen voran Bananatag, Streak und Yesware.

Noch kann die Erweiterung nicht viel, da sie nur die Tracking-Pixel von drei namhaften Anbietern erkennt, doch schon bald soll die Erweiterung auch unter Firefox laufen und andere Tracking-Pixel identifizieren können. Die Idee ist jedenfalls gut: Der Absender wird nicht stigmatisiert, der Empfänger weiß Bescheid und kann selbst entscheiden, wie er mit der Mail umgehen möchte. Das erhöht die Transparenz.