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Die Vorratsdatenspeicherung 2.0 scheint besiegelte Sache zu sein. Apropos besiegelt – versiegelt wäre besser. Denn es gibt technische Lösungen, die einen möglicherweise deutlich besseren Schutz der im Rahmen der VDS erhobenen Daten gewährleisten würden. Sealed Freeze ist so eine Lösung.

Die Kritik an der Vorratsdatenspeicherung ist vielfältig. Vor allem der Zugriff auf die gespeicherten Daten ist ein Problem. Die Lösung liegt womöglich in der Technologie Sealed Freeze. Die Datenspeicherung erfolgt auf Servern, die technisch verhindern, dass ein Mensch auf die Daten zugreifen kann. Die Technologie heißt „Sealed Freeze“ und wurde von dem deutschen Unternehmen Uniscon entwickelt.

Der Unterschied zur herkömmlichen Speicherung von Daten besteht darin, dass die Daten zwar verschlüsselt aufbewahrt werden, aber nur dann ausgelesen werden können, wenn eine technisch erzwungene „Policy“ eingehalten wird. Diese Policy wird vor dem Beginn der Datenspeicherung programmiert und kann im Nachhinein nicht verändert werden.

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So kann beispielsweise eine Policy erzwingen, dass nur auf konkreten Verdacht hin und nur mit richterlichem Beschluss auf ein begrenztes Volumen an Daten zugegriffen werden kann. Diese Technik bedient sich nicht nur der Verschlüsselung, sondern die Daten-Infrastruktur ist zusätzlich versiegelt – der Zugriffsschutz ist damit unbestechlich. Mit Sealed Freeze kann der Staat also zwar Verbrecher fangen, aber seine unbescholtenen Bürger nicht durchleuchten.