Das Büro-Paket Microsoft Office kennt fast jeder: Die Text-Verarbeitung Word, die Tabellen-Kalkulation Excel, die Präsentations-Software PowerPoint – das sind Programme, die man in praktisch jedem Büro und die auch auf vielen Rechnern vor-installiert ist. Aber was, wenn man einen neuen Rechner mit Büro-Software ausstatten will, aber kein Geld dafür ausgeben will? Macht gar nichts, denn es gibt kostenlose Alternativen, die es durchaus mit Microsofts Programm-Paket aufnehmen können.

Wie heißen die Alternativen zu Microsofts Büro-Paket und was taugen sie?

Es gibt eine vergleichsweise große Auswahl an Büro-Programmen, die man nehmen kann. Die Pakete heißen OpenOffice , LibreOffice oder FreeOffice und können kostenlos im Netz bezogen werden. Die Pakete können eine Menge – und sind eben komplett gratis zu haben. Man muss schon sagen, dass Microsofts Programme im Zweifel ein paar mehr Funktionen drauf haben und auch optisch moderner daher kommen, aber die Gratis-Varianten reichen für die allermeisten Aufgaben völlig aus. Es gibt die Gratis-Pakete für Windows, Mac OSX und Linux.

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Wie gut sind die Alternativen ausgestattet?

Beispiel OpenOffice, die bekannteste Alternative, die OpenSource ist: Die Freeware hat alles an Bord, was wichtig ist, eine Text-Verarbeitung, eine Tabellen-Kalkulation, sogar eine Präsentations-Software. Mit LibreOffice gibt es eine Variante, die auf dem Quell-Code von OpenOffice basiert, aber öfter aktualisiert wird und auch moderne 64-Bit-Rechner unterstützt. Bei beiden kann man sogar Dateien und Dokumente öffnen, die mit Microsoft Office erstellt wurden. Einzig eine eMail-Software fehlt. Aber da kann man sich andere kostenlose eMail-Programme holen, etwa Thunderbird von Firefox.

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Wo sind die kostenlosen Versionen denn Microsoft Office unterlegen?

Microsoft Office ist deutlich weiter entwickelt. Vor allem, wenn man im Team an Dokumenten arbeitet, also mehrere Personen gleichzeitig einen Text bearbeiten zum Beispiel, bietet Microsoft Office bessere Funktionen. Außerdem gibt es von Microsoft Office auch Apps fürs Smartphone, das bedeutet, man kann seine Dokumente auch auf dem Smartphone erstellen oder bearbeiten. Oder in der Cloud. Bei der Bezahl-Version hat man mehr Möglichkeiten. Doch wer die nicht braucht, ist mit einer kostenlosen Office-Version wie OpenOffice oder LibreOffice vollkommen ausreichend bedient.

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Gibt es irgend etwas zu beachten, wenn man sich die Software besorgt – und wo bekommt man sie?

Man kann OpenOffice und LibreOffice kostenlos im Netz laden. Man muss lediglich die richtige Version raussuchen, also passend zum verwendeten Betriebs-System. Allerdings sollte man auch darauf achten, wo man die Software lädt. Am besten auf den offiziellen Webseiten. Denn es gibt immer wieder Betrüger, die versuchen, das Interesse an kostenlosen Software auszunutzen: Sie bieten dann manipulierte Versionen der Software an, die möglicherweise Mal-Ware enthält. Das sollte man definitiv vermeiden. Deshalb ausschließlich seriöse Quellen verwenden.

Nun gibt es ja auch die Möglichkeit, Texte, Tabellen oder Präsentationen direkt in der Cloud zu erstellen und bearbeiten – wie geht das?

In der Tat: Wer mit Google Drive arbeitet, muss gar keine Software auf seinem Rechner installieren. Text-Verarbeitung, Tabellen-Kalkulation und ein Tool zur Erstellung von Zeichnungen, Formularen und Präsentationen stehen einem kostenlos in der Cloud zur Verfügung. Hier kann man direkt im Browser Texte bearbeiten, Zahlen-Kolonnen verarbeiten und vieles andere mehr – ohne Software laden oder installieren zu müssen.

Vorteil: Das funktioniert auch auf Mobil-Geräten wie Smartphones und Tablets und sowieso auf jedem Rechner. Nachteil: Man braucht eine Online-Verbindung. Außerdem wird alles in der Cloud gespeichert. Die Möglichkeiten sind hier eingeschränkt, aber für sehr viele Aufgaben reicht auch diese Alternative vollkommen aus.