Online-Shopping: Auf Schnäppchensuche im Web

Online-Shopping: Auf Schnäppchensuche im Web

Online einzukaufen ist heute für die meisten etwas völlig Selbstverständliches. Nie war es so einfach, die Preise miteinander zu vergleichen – und auch Lieferzeiten abzufragen. Ein Paradies für den Konsumenten, der sich für den günstigsten Anbieter entscheiden kann – dem allerdings auch vertrauen muss.

Der ungeheure Erfolg des Online-Shoppings lässt sich zumindest teilweise durch den Komfort erklären, denn das Bestellen per Mausklick ist deutlich einfacher und auch bequemer als den Händler vor Ort aufzusuchen. Zudem sind Kunden nicht durch Ladenöffnungszeiten eingeschränkt, was besonders für Berufstätige ein Vorteil ist.

Doch der Komfort nimmt nur einen Teil der Motivation ein, die Online-Shopper an PC, Tablet und Smartphone treibt. Zusätzlich nämlich sind es auch die günstigeren Preise und Sparmöglichkeiten, die sich im WWW zumeist deutlich vielversprechender gestalten.

Warum Einkaufen im Web oft günstiger ist

Ein klares Argument für das Online-Shopping sind die oftmals deutlich niedrigeren Preise für Produkte. Im Vergleich zum Einzelhandel liegt das Preisniveau bei vielen Online-Shops tatsächlich auf einem recht attraktiven Niveau, was stationären Einzelhändlern schon seit Jahren Sorge bereitet. Die Konkurrenz des World Wide Web ist daher nicht zu unterschätzen und treibt viele Einzelhändler dazu, sich selbst im Online Geschäft zu versuchen. Was aber sind die Gründe dafür, dass sich Online-Anbieter günstigere Preise erlauben können?

Einkaufswagen; Quelle: 422737 (CC0-Lizenz)/ pixabay.com
Online Shopping ist bequemer und lockt oft mit günstigeren Preisen

Ein wichtiger Faktor bei der Preisgestaltung ist die sogenannte Marge. Sie beschreibt die Geldsumme, die dem Händler bleibt, wenn er den Einkaufspreis vom Verkaufspreis eines Produktes abzieht.

Online-Händler können sich weitaus niedrigere Margen erlauben, da ihre Kostenstruktur anders gestaltet ist als die eines stationären Einzelhändlers. So muss ein Ladenbesitzer bei der Berechnung einer sinnvollen Marge zahlreiche Faktoren und Ausgaben berücksichtigen. Hierzu gehören unter anderem:

  • Die Miete für das Ladengeschäft
  • Angestellten-Gehälter
  • Lagerkosten
  • Instandhaltungsmaßnahmen und Pflege des Ladenlokals
  • Steuern
  • Versicherungen

Um all diese Kosten decken und letztlich noch finanzielle Mittel für den eigenen Lebensunterhalt aufbringen zu können, müssen Einzelhändler ihre Margen oft deutlich höher ansetzen. Das Ergebnis ist ein Verkaufspreis, der die Preise im Online-Handel übersteigt.

Denn Online-Händler müssen keine großen und teuren Verkaufsflächen unterhalten, sparen sich das Verkaufspersonal und verfügen über teilweise große Lagerflächen, die den Verkauf riesiger Mengen erlauben.

Der Einzelhändler hingegen hat in aller Regel eine eher begrenzte Anzahl an Produkten vorrätig und muss aus dem Verkauf dieser geringen Menge eine möglichst lukrative Situation erschaffen. Dies zeigt sich in nahezu allen Branchen und Bereichen.

In einer Umfrage aus 2015 wurden Kunden zu ihrer Wahl zwischen Online-Shop und Einzelhandelsgeschäft befragt. Bei einigen Produkten zeigte sich hier die Attraktivität des Online-Handels sehr deutlich. So kauften 64,5 der Befragten Bücher lieber im Internet und 57,6 Prozent suchten sich ihren neuen Computer ebenfalls bevorzugt in Online-Shops aus.

Die Nase vorne hatte der Einzelhandel bei Lebensmitteln, Möbeln oder auch Medikamenten. Dies ist jedoch keine Garantie dafür, dass nicht auch in diesen Bereichen künftig eine stärkere Verlagerung auf Käufe im World Wide Web geschehen wird.

Deals, Coupons und ganz besondere Schnäppchen

Selbstverständlich sind die günstigeren Preise in Online-Shops bereits ein starker Anreiz. Für manchen Kunden eröffnen sich das wirkliche Sparpotenzial und die damit verbundene Attraktivität des Online-Shoppings erst dann, wenn er zusätzlich zum niedrigeren Preisniveau Extra-Rabatte und Preissenkungen nutzen kann.

Viele Anbieter haben dies längst erkannt und stellen ihren Bestands- und Neukunden regelmäßig Coupons und Gutscheincodes zur Verfügung. Mit diesen Codes lassen sich die Preise während dem Online-Shopping zusätzlich verringern, was dem Kunden ein positives Gefühl gibt und ihn somit noch stärker von den Vorteilen des Online-Shoppings überzeugt.

Die Suche nach solchen Coupons erfolgt dabei nicht nur, indem bevorzugte Shops ihren Kunden Coupons und Codes zukommen lassen. Auch gibt es Seiten, die aktuelle Aktionen zusammenfassen und Online-Shoppern zur Verfügung stellen. Eine kurze Suchanfrage vor dem Abschluss des Kaufs kann dann im besten Fall noch einen Rabatt bescheren.

Tastatur; (Quelle: picjumbo (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Die Suche nach Extra-Rabatten kann sich lohnen

Ein besonderer Fall, der mit klassischen Rabattaktionen wenig zu tun hat, für Online-Shopper jedoch sehr vorteilhaft sein kann, sind die sogenannten Preisfehler. Hier macht der Online Händler einen entscheidenden Fehler bei der Eingabe des Produktpreises und stellt ein Angebot mit einem falschen Preis zur Verfügung.

Ein Produkt, das für gewöhnlich mehrere Hundert Euro kostet, ist dann unter Umständen für einen zweistelligen Betrag zu  haben. Solche Preisfehler sind für den Kunden ein echter Glücksfall, können für den Händler jedoch ein echtes Problem sein.

Daher setzen Anbieter alles daran, Preisfehler möglichst schnell zu finden und zu korrigieren. Laut Mein-Deal.com sollten Kunden daher direkt reagieren, wenn sie ein verdächtig günstiges Angebot sehen, denn oft wird der Preisfehler schon nach wenigen Minuten korrigiert.

Weitere Spartipps für Insider

Die Wege, die der Kunde nutzt, um einen Online-Shop oder auch ein bestimmtes Produkt zu finden, sind für die Preisgestaltung ausschlaggebender als oft angenommen. So kann es durchaus einen Unterschied machen, ob der Kunde den Online-Shop direkt besucht, oder ob er über einen Link einer dritten Seite dorthin gelangt.

„Im Internet bekommt nicht jeder Kunde die selben Preise angezeigt. Wer beispielsweise über Preisvergleich-Seiten surft, bekommt das selbe Produkt beim selben Händler oft günstiger, als wenn man direkt die Seite des Händlers ansteuert.“ (Quelle). Es lohnt sich daher in jedem Fall, verschiedene Wege auszuprobieren, um das tatsächliche Sparpotenzial ausschöpfen zu können.

Kalkulation; . (Quelle: StartupStockPhotos (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Preisveränderungen sollten findige Online Kunden für sich nutzen

Auch die Preisentwicklung eines Produktes ist dank der Vielfältigkeit des Internet kein Geheimnis mehr. Interessierte Kunden, die ein Produkt kaufen möchten und zuvor etwas über dessen Preisentwicklung der Vergangenheit herausfinden wollen, können die Auswertungen unter camelcamel.com nutzen. In Diagrammen zeigt die Seite hier, ob ein Produkt schon deutlich günstiger war, ob es sich aktuell um eine Niedrigpreis-Phase handelt und ob sich das Verschieben des Einkaufs bis zum nächsten Preissturz möglicherweise sogar lohnt.

Wer zudem keine Probleme mit Produkten hat, die ein anderer Kunde nicht wollte, findet in vielen Online-Shops eine weitere Sparmöglichkeit. Zurückgeschickte Produkte werden dann meist günstiger verkauft, da sie offiziell nicht mehr als Neuware gelten. Selbst wenn das Produkt vor dem Rückversand nicht einmal ausgepackt wurde, wird der Händler es bei einem erneuten Verkauf nicht mehr zum gewohnten Preis einstellen können. Dies kann insbesondere bei hochpreisiger Ware den entscheidenden Unterschied machen.

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