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Snapchat: Seit fünf Jahren im Aufwind

23.09.2016 | Von Jörg Schieb

Tipps

Über WhatsApp reden gerade alle, weil die Messenger App künftig Daten an die Facebook-Mutter weiter gibt – wogegen man nicht mal viel unternehmen kann. Eine andere Kommunikations-App feiert gerade fünfjähriges Bestehen und kommt ganz ohne Proteste aus: Snapchat. Was als verrückte Idee gestartet ist, hat sich zu einem soliden Erfolgsmodell entwickelt. Snapchat könnte demnächst an die Börse gehen, spekulieren manche, so erfolgreich ist die App. Aber was kann sie, was zeichnet Snapchat aus?.

Gestartet ist Snapchat als eine App, die verschickte Nachrichten und Fotos nach zehn Sekunden wieder löscht. Wo steht Snapchat heute, fünf Jahre danach?

Heute ist Snapchat eine ernsthafte Konkurrenz für Facebook, Whatsapp, Twitter, Instagram und Co. Snapchat hat rund 240 Millionen regelmäßige User. Zum Vergleich: WhatsApp hat eine Milliarde. Allerdings wächst Snapchat deutlich schneller – und die Menschen verbringen sehr viel mehr Zeit mit Snapchat.

Deshalb sehen viele eine große Zukunft für Snapchat. Es gibt sogar schon Gerüchte, dass Snapchat an die Börse gehen könnte. Genutzt wird Snapchat vor allem von jungen Usern – vor allem deswegen, weil sie hier keine Spuren hinterlassen und unter sich sind. Sie haben vollständige Kontrolle über alles, das wissen die meisten zu schätzen. Und der Unterhaltungsfaktor ist sehr hoch.

Snapchat-logo

Du sprichst es gerade an: Snapchat ist mehr als nur ein Messenger, sondern eine App mit „hohem Unterhaltungswert“. Wieso? Was kann man mit Snapchat anderes machen als mit Freunden plaudern?

Snapchaat hat sehr früh damit begonnen, kleine Gimmicks in die Software einzubauen – genau das Richtige für junge User. Sticker zum Beispiel: Kleine bunte Ergänzungen, um Fotos oder Videos aufzuhübschen, mit Brillen, bunten Bärten, Hüten, Comic-Blasen, Texte und vieles andere mehr. Man kann mit Snapchat also seine eigene kleine Welt bauen. Ich finde es eher albern, aber viele User lieben es.

Andere Dienste wie Facebook Messenger, Google Allo oder Twitter haben die Sticker mittlerweile auch im Angebot. Doch mit Snapchat kann man nicht nur Fotos und Videos austauschen, sondern auch „Storys“, also kleine Geschichten erzählen, auch „Snaps“ genannt. Das ist besonders beliebt. Man baut sich mit der App kleine Filmchen – und zeigt die her. Eine Art Selfie-Videos. Manche der Filme kann man nur 24h sehen, andere dauerhaft.

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Aber wie verdient der Dienst Geld? Die App selbst ist kostenlos, die Nutzung auch…

Da gibt es verschiedene Wege. Zum Beispiel kann man Geofilter kaufen. Da kann man als User sagen: Ein bestimmter Bereich, etwa ein Hotel, ein Park, ein Haus gehört für eine bestimmte Zeit mir. Und alle Snapchat-User, die sich in diesem Bereich aufhalten, können ihre Fotos und Videos automatisch mit einer kleinen Grafik versehen lassen. Das könnte man bei Hochzeiten, Feiern oder Festen machen, aber auch bei geschäftlichen Veranstaltungen. Dafür muss man bezahlen – und es machen viele: Sie zahlen für diesen Service.

Noch mehr verdient Snapchat allerdings damit, dass große Firmen Veranstatungen sponsorn. Wenn dort viele Menschen sind, die Snapchat nutzen, bekommen sie automatisch Geofilter angeboten. Oder: Es werden Snaps gesponsort. Zusammenfassungen von Events zum Beispeil, da fließen große Beträge. Snapchat steht finanziell gut da und lässt sich ständig neue Dinge einfallen, wie Geld verdient werden kann – ohne die User zu nerven. Einige von diesen Ideen sind völlig neu und werden von anderen übernommen. Snapchat ist wirklich kreativ.

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Welche Zukunft hat Snapchat?

So genau kann man das nicht immer wissen. Manchmal kommt was Neues um die Ecke, und schon ist ein Trend plötzlich beendet. Aber Snapchat ist mehr als ein Trend – und die Macher erfinden sich immer wieder neu, bleiben flexibel. Das erhöht in der Tat die Wahscheinlichkeit, dass Snapchat auch weiterhin erfolgreich bleibt. Wenn Snapchat an die Börse geht, wird es eigenständig bleiben – anderenfalls früher oder später von einem Riesen wie Google geschluckt.

 

Diese Woche hat auch Google einen neuen Messenger an den Start gebracht: Google Allo. Brauchen wir wirklich noch einen weiteren Messenger?

Nein, wir brauchen sicher keinen – aber Google braucht einen, weil man nicht zusehen kann, wie Facebook sich den kompletten Markt unter den Nagel reist. Deshalb nun also Google Allo. Damit kann man chatten, auch in Gruppen, man kann Emojis verschicken und vieles andere mehr, so wie bei jedem anderen Messenger auch.

Doch eine Besonderheit ist die Künstliche Intelligenz in Google Allo: Man kann in Allo mit Asssitenten kommunizieren, etwa um Tische zu reervieren, um sich Nachrichten zusammenstellen zu lassen, Flüge zu buchen etc. Das alles geht direkt aus dem Messenger heraus. Noch während man chattet, ob man sich abends mit Freunden treffen möchte, kann man online einen freien Tisch suchen und gleich buchen. So etwas ähnliches bietet der Facebook Messenger auch.

 




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