Wenn das eigene Handy plötzlich nicht mehr so will, wie es soll, kostet das nicht nur Zeit, sondern ist auch ärgerlich. Besonders für den Fall, dass man das Gerät auf die anfänglichen Einstellungen zurücksetzen muss, sollte man über eine aktuelle Sicherung der Daten, Kalender-Termine, Kontakte, Apps und weitere Inhalte verfügen.
Cloud-Backups sind längst Standard
Zu den bewährtesten Backup-Methoden gehören heute die Cloud-Lösungen der Hersteller. Google Drive sichert bei Android-Geräten automatisch Kontakte, App-Daten, SMS, Einstellungen und sogar WLAN-Passwörter. Bei iPhones übernimmt iCloud diese Aufgabe. Der Vorteil: Die Synchronisation läuft vollautomatisch im Hintergrund, und nach einem Reset oder beim Wechsel auf ein neues Gerät ist fast alles wieder da.
Wichtig dabei: Prüft regelmäßig, ob die automatischen Backups auch wirklich laufen. Android-Nutzer finden die Backup-Einstellungen unter „System > Sicherung“, iPhone-Besitzer unter „Einstellungen > [Name] > iCloud > iCloud-Backup“. Hier könnt ihr auch manuell ein Backup anstoßen.
Lokal sichern mit bewährten Tools
Trotz Cloud-Komfort haben lokale Backups ihre Berechtigung – sie sind unabhängig vom Internet und bieten mehr Kontrolle über eure Daten. MyPhoneExplorer bleibt auch 2026 eine solide Option für Android-Geräte. Das Tool hat sich über Jahre bewährt und wurde kontinuierlich weiterentwickelt.
Das Programm ist dann in der Lage, Telefon-Listen, Personen, SMS-Texte, Fotos, Dateien und Apps vom mobilen Gerät als Archiv auf dem Computer zu sichern. Bei Bedarf – etwa nach einer nötigen Wiederherstellung des Android-Systems – können solche Back-ups dann, wieder über MyPhoneExplorer, auch auf das Gerät zurückgespielt werden.
Moderne Alternativen für alle Systeme
Für umfassendere Backup-Lösungen gibt es inzwischen professionellere Tools: 3uTools unterstützt sowohl Android als auch iOS und bietet eine intuitive Benutzeroberfläche. Smart Switch von Samsung funktioniert hervorragend für Galaxy-Geräte und kann sogar Daten von iPhones übertragen. Dr.Fone von Wondershare ist kostenpflichtig, aber sehr mächtig bei der Datenwiederherstellung.
Besonders praktisch: Viele dieser Tools können heute auch verschlüsselte Backups erstellen und unterstützen moderne Authentifizierungsverfahren wie Fingerabdruck oder Face-ID.
Fotos und Videos separat sichern
Da Medieninhalte den meisten Speicherplatz verbrauchen, solltet ihr diese gesondert betrachten. Google Fotos, iCloud Fotos oder OneDrive bieten automatische Synchronisation. Wer seine Bilder lieber lokal haben möchte, kann sie regelmäßig per USB auf den Computer übertragen oder auf eine externe Festplatte kopieren.
Tipp: Nutzt die „Optimierte Speicherung“ bei Cloud-Diensten. Dabei bleiben nur verkleinerte Versionen auf dem Gerät, während die Originale in der Cloud gespeichert werden. Das spart Speicherplatz, ohne auf eure Fotos verzichten zu müssen.
App-Daten richtig sichern
Nicht alle App-Inhalte werden automatisch gesichert. Besonders bei Spielen oder speziellen Produktivitäts-Apps solltet ihr prüfen, ob diese eigene Cloud-Synchronisation anbieten. WhatsApp beispielsweise sichert Chatverläufe in Google Drive oder iCloud, aber nur wenn ihr das explizit aktiviert.
Viele Apps bieten heute Export-Funktionen für wichtige Daten. Banking-Apps, Fitness-Tracker oder Notiz-Apps haben oft eigene Backup-Mechanismen – informiert euch in den App-Einstellungen.
Regelmäßigkeit ist entscheidend
Das beste Backup nützt nichts, wenn es Monate alt ist. Richtet automatische Sicherungen ein, wann immer möglich. Zusätzlich solltet ihr vor größeren System-Updates oder längeren Reisen ein manuelles Backup erstellen.
Für besonders wichtige Daten empfiehlt sich die 3-2-1-Regel: Drei Kopien eurer Daten, auf zwei verschiedenen Medientypen, mit einer Kopie an einem anderen Ort (Cloud oder externe Festplatte bei Freunden).
So lässt sich beim Sichern und Wiederherstellen von Handys und Tablets viel Zeit sparen und der Frust bei Datenverlust vermeiden.
Zuletzt aktualisiert am 04.04.2026

