Fast jede Webseite speichert kurze Informationen über den Besucher im Browser. Auch der Microsoft Edge-Browser unterstützt die sogenannten Cookies. Wer mehr Kontrolle über seine Privatsphäre haben möchte, kann die Cookie-Einstellungen in Microsoft Edge präzise anpassen. Wir zeigen euch, wie das in der aktuellen Version funktioniert.
Cookies sind kleine Textdateien, die Webseiten auf eurem Rechner speichern. Sie dienen verschiedenen Zwecken: Manche merken sich eure Login-Daten, andere eure Warenkorbinhalte beim Online-Shopping. Problematisch wird es bei Tracking-Cookies, die euer Surfverhalten über mehrere Webseiten hinweg verfolgen und Profile erstellen.
Cookie-Einstellungen in Edge anpassen
Microsoft Edge bietet seit 2024 deutlich differenziertere Cookie-Kontrollen als frühere Versionen. So passt ihr die Einstellungen an:
- Öffnet Microsoft Edge und klickt oben rechts auf die drei Punkte (⋯).
- Wählt Einstellungen aus dem Menü.
- Klickt in der linken Seitenleiste auf Cookies und Websiteberechtigungen.
- Wählt Cookies und Websitedaten.
- Hier könnt ihr zwischen verschiedenen Optionen wählen:
Die verschiedenen Cookie-Modi erklärt
Alle Cookies zulassen: Standardeinstellung, bei der alle Cookies akzeptiert werden. Bietet die beste Webseiten-Kompatibilität, aber wenig Datenschutz.
Drittanbieter-Cookies blockieren: Empfohlene Einstellung für die meisten Nutzer. Webseiten funktionieren normal, aber Tracking durch externe Anbieter wird stark eingeschränkt.
Alle Cookies blockieren: Maximaler Datenschutz, aber viele Webseiten funktionieren nicht mehr richtig. Online-Banking, Shopping-Seiten und soziale Netzwerke haben oft Probleme.
Intelligenter Tracking-Schutz nutzen
Edge bietet zusätzlich einen integrierten Tracking-Schutz, der unabhängig von den Cookie-Einstellungen funktioniert. Ihr findet ihn unter Einstellungen > Datenschutz, Suche und Dienste. Dort könnt ihr zwischen drei Stufen wählen:
Basis: Blockiert nur die schädlichsten Tracker
Ausgewogen: Guter Kompromiss zwischen Datenschutz und Funktionalität
Streng: Blockiert die meisten Tracker, kann aber Webseiten beeinträchtigen
Ausnahmen für vertrauenswürdige Seiten
Für Webseiten, denen ihr vertraut, könnt ihr gezielt Ausnahmen erstellen. Scrollt in den Cookie-Einstellungen nach unten zu Zulassen und fügt dort die entsprechenden Domains hinzu. So funktionieren eure Lieblings-Webseiten weiterhin reibungslos, während ihr bei anderen Seiten geschützt bleibt.
Cookies automatisch löschen lassen
Eine praktische Funktion ist das automatische Löschen von Cookies beim Schließen des Browsers. Aktiviert dazu die Option Beim Schließen des Browsers immer löschen. Ihr könnt auch festlegen, welche Seiten ihre Cookies behalten dürfen.
InPrivate-Modus als Alternative
Wer nur gelegentlich ohne Cookies surfen möchte, kann den InPrivate-Modus nutzen. Drückt Strg+Shift+N oder klickt auf die drei Punkte und wählt Neues InPrivate-Fenster. In diesem Modus werden standardmäßig keine Cookies gespeichert.
Praktische Tipps für den Alltag
Für die meisten Nutzer ist die Einstellung „Drittanbieter-Cookies blockieren“ mit aktiviertem Tracking-Schutz auf „Ausgewogen“ der beste Kompromiss. Diese Kombination blockt die meisten Tracker, ohne die Funktionalität wichtiger Webseiten zu beeinträchtigen.
Falls nach der Änderung der Cookie-Einstellungen Webseiten nicht mehr richtig funktionieren, könnt ihr sie gezielt zu den Ausnahmen hinzufügen oder vorübergehend alle Cookies erlauben.
Die Änderungen an den Cookie-Einstellungen werden sofort wirksam – ein Neustart des Browsers ist nicht nötig. Mit diesen Einstellungen habt ihr die volle Kontrolle über eure Privatsphäre beim Surfen.
Zuletzt aktualisiert am 29.03.2026