Mit Parallels Desktop lässt sich Windows auch am Mac nutzen. Einziges Problem: Ist der Sound in macOS aktiv, hört man auch alle Windows-Töne. Wer Windows stumm schalten möchte, deaktiviert dazu die Synchronisierung der Lautstärke.
Hier die nötigen Schritte, um Windows am Mac stumm zu schalten:
- Zuerst im Kontrollcenter von Parallels Desktop mit der rechten Maustaste auf die virtuelle Windows-Maschine klicken.
- Jetzt auf Konfigurieren, Hardware, Sound klicken und den Haken Lautstärke mit Mac synchronisieren entfernen.
- Nun in der Windows-Taskleiste auf das Lautsprecher-Symbol klicken.
- Hier lässt sich der Sound nun ausschalten.
Das Ergebnis: macOS und alle Mac-Programme spielen weiterhin Sounds ab – nur Windows und dessen Anwendungen bleiben still.
Alternative Methoden für die Soundkontrolle
Neben der Deaktivierung der Lautstärke-Synchronisation gibt es weitere praktische Wege, um die Audio-Ausgabe zwischen macOS und Windows zu verwalten:
Audio-Ausgabegeräte getrennt zuweisen
Seit Parallels Desktop 19 könnt ihr verschiedene Audio-Ausgabegeräte für Mac und Windows festlegen. Das ist besonders praktisch, wenn ihr mehrere Kopfhörer oder Lautsprecher habt. In den Parallels-Einstellungen unter „Hardware > Sound“ findet ihr die Option „Ausgabegerät für Windows“. Dort wählt ihr ein anderes Gerät als für macOS – so laufen beide Systeme über getrennte Audio-Kanäle.
Hotkeys für schnelle Soundkontrolle
Parallels Desktop unterstützt auch benutzerdefinierte Tastenkombinationen für die Lautstärkeregelung. Unter „Einstellungen > Tastenkombinationen“ könnt ihr separate Hotkeys für Windows- und Mac-Audio definieren. Besonders nützlich: Die Stumm-Taste nur für Windows belegen, während die Mac-Lautstärke über die gewohnten Fn-Tasten läuft.
Sound-Management bei anderen Virtualisierungslösungen
VMware Fusion
Bei VMware Fusion funktioniert das ähnlich: In den VM-Einstellungen unter „Sound & Kamera“ könkönnt ihr die Option „Sound aktiviert“ deaktivieren oder ein separates Ausgabegerät wählen. VMware Fusion 13 bietet zusätzlich eine „Stille Modus“-Funktion, die alle Windows-Systemsounds automatisch unterdrückt.
VirtualBox
VirtualBox ist hier etwas umständlicher: Ihr müsst in den Maschinen-Einstellungen unter „Audio“ den Controller auf „Deaktiviert“ setzen. Alternativ könnt ihr den Pulse-Audio-Treiber nutzen und die Lautstärke über macOS‘ Audio-Mixer separat regeln.
Praktische Szenarien für getrennte Audio-Kontrolle
Homeoffice und Videokonferenzen
Gerade im Homeoffice ist es praktisch, wenn Windows-Benachrichtigungen stumm bleiben, während ihr in einer macOS-App wie Zoom oder Teams konferiert. Umgekehrt könnt ihr Windows-Audio für Präsentationen aktivieren, ohne dass Mac-Benachrichtigungen dazwischenfunken.
Gaming und Multimedia
Viele nutzen Windows-VMs für Gaming oder spezielle Windows-Software. Hier wollt ihr oft den vollen Sound für Spiele, aber keine störenden Windows-Update-Töne oder Benachrichtigungen. Mit der getrennten Audio-Kontrolle bestimmt ihr genau, was zu hören ist.
Entwicklung und Testing
Entwickler, die Windows-Software testen, profitieren davon, Systemsounds zu deaktivieren, aber Audio-Features ihrer Anwendungen zu testen. So bleiben Debug-Nachrichten und Compiler-Meldungen hörbar, während nervige System-Pings verstummen.
Troubleshooting bei Audio-Problemen
Kein Sound in Windows trotz Aktivierung
Falls Windows gar keinen Sound ausgibt, obwohl die Synchronisation deaktiviert ist, prüft die Windows-Audio-Dienste. Oft hilft ein Neustart des „Windows Audio“-Dienstes über services.msc. Alternativ installiert die neuesten Parallels Tools – diese enthalten aktualisierte Audio-Treiber.
Verzögerungen oder Knackser
Audio-Latenzen entstehen meist durch zu wenig zugewiesenen RAM oder CPU-Kerne. Erhöht in den Parallels-Einstellungen die Hardware-Ressourcen für die VM. Auch das Deaktivieren von Audio-Effekten in Windows kann helfen.
Beide Systeme stumm nach Änderungen
Sollten sowohl Mac als auch Windows nach den Einstellungsänderungen keinen Ton mehr ausgeben, setzt die Audio-Einstellungen in Parallels zurück und startet beide Systeme neu. Meist löst das temporäre Konflikte zwischen den Audio-Treibern.
Mit diesen Methoden habt ihr die volle Kontrolle über die Audio-Ausgabe eurer virtualisierten Windows-Umgebung und könnt störende Doppel-Beschallung vermeiden.
Zuletzt aktualisiert am 09.03.2026

